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Barmstedter Zeitung

17. August 2017 | 00:09 Uhr

Langeln : Stockcar-Rennen mit Kultcharakter

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Insgesamt 50 Fahrer gehen in diesem Jahr beim Stockcar-Rennen in Langeln an den Start.

Langeln | Aufheulende Motoren und knirschendes Metall werden am kommenden Sonnabend, 16. August, die Stille in Langeln durchbrechen. Dann steht die fünfte Auflage des Stockcar-Rennens – das längst Kultcharakter besitzt – auf dem Programm. „Diesmal organisieren wir als Verein – und nicht als lockerer Freundeszirkel – die Veranstaltung“, erläutert der Initiator und Vorsitzende Patrick Kühn, der dem bevorstehenden Spektakel entgegenfiebert. „Und es gehen mehr Piloten als im Vorjahr an den Start – etwa 50.“ Der Gastgeber bietet auch ein Rahmenprogramm. Ein Höhepunkt wird das abendliche Bullriding sein. Für die Verpflegung ist gesorgt.

Der Schrottkistenwettkampf übt eine große Faszination aus. Es ist ein heißer, rücksichtsloser Kampf, in dessen Verlauf die Fahrer nur eins wollen: Ihre Gegner aus dem Rennen drängen und siegen. Sie drängeln, sie schubsen und verursachen so manchen Crash, bei dem Blech eingedrückt wird und große Staubwolken aufgewirbelt werden. Dabei landen die Fahrzeuge auch hin und wieder auf dem Dach. Aufgeben wird so leicht keiner der Fahrer – selbst dann nicht, wenn der Motor qualmen oder das Fahrzeug nur noch über drei Reifen verfügen sollte.

„Stockcar hat seine eigenen Regeln“ erklärt ein Teilnehmer aus dem südlichen Holstein, der bereits mehrmals dabei war. „Wer etwas erreichen will, sollte Knigge und Fahrschule schleunigst vergessen.“ Die Überlebenden des Rennens beziehungsweise Sieger der Vorrunden nehmen am so genannten Zerstörungslauf teil, der ihr fahrerisches Können noch einmal vor große Herausforderungen stellt.

Wegen der zahlreichen Kollisionen werden die Fahrzeuge besonders gesichert. So müssen sie einen Feuerlöscher mitführen und ein schützendes Gitter vor der Windschutzscheibe und der Scheibe in der Fahrertür haben. Das verhindert, dass der Pilot aus dem Auto geschleudert wird. Vor dem Start wird sämtliches Glas und Plastik am Auto entfernt, Kühl- gegen normales Leitungswasser ausgetauscht. Die Fahrer tragen zu ihrer Sicherheit einen Helm mit splitterfestem Visier oder Schutzbrille.

In den vergangenen Jahren sind jeweils etwa 1000 Zuschauer zum Rennen gekommen, um – geschützt durch einen stabilen Zaun – das Rennen zu verfolgen. Wenn das Wetter mitspielt, rechnet Kühn mit einem ähnlich großen Andrang.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 16:00 Uhr

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