Heede : Steuerhebesätze bleiben stabil

Bürgermeister Reimer Offermann (Mitte) erklärte den Mitgliedern des Finanzausschusses, dass eine Anhebung der Steuerhebesätze kaum Sinn machen würde.
Bürgermeister Reimer Offermann (Mitte) erklärte den Mitgliedern des Finanzausschusses, dass eine Anhebung der Steuerhebesätze kaum Sinn machen würde.

Düstere Aussichten: Der Finanzausschuss berät den Haushaltsentwurf für das Jahr 2014 - die Zahlen sind ernüchternd.

Avatar_shz von
29. November 2013, 00:31 Uhr

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen, und die Gemeinden im Amtsbezirk Rantzau schauen bereits auf das nächste. Das gilt ganz besonders im Hinblick auf die jeweiligen Haushaltsplanungen, an denen bereits seit Monaten gefeilt wird. So auch für Heede. Die Mitglieder des zuständigen Finanzausschusses mit dem Vorsitzenden Helmut Lohse tagten am vergangenen Dienstag im Sitzungszimmer des Amts Rantzau in Barmstedt, um die Finanzen des Dorfes für 2014 auf das richtige Gleis zu bringen.

Die bisher prognostizierten Zahlen für Heede sind allerdings ernüchternd. „Im Ergebnishaushalt weist der Haushaltsentwurf einen Fehlbedarf von 116 800 Euro aus und im Finanzhaushalt einen Fehlbedarf von 66 400 Euro“, erläuterte Carola Warncke vom Amt Rantzau. Allerdings seien teilweise noch einige Haushaltsansätze diverser so genannter Produkte – wie beispielsweise Brandschutz und der beabsichtigte Verkauf eines Wohnbaugrundstücks Heeder Tannen 12 dabei nicht berücksichtigt worden.

Festzustehen scheint dagegen , dass es 2014 keine Steuererhöhungen geben wird. Bürgermeister Reimer Offermann betonte während der Sitzung: „Die Steuerhebesätze bleiben unverändert.“ Diese stellen sich demnach für das kommende Jahr wie folgt dar: 290 Prozentpunkte für Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe), 290 Prozentpunkte für Grundsteuer B (Grundstücke) sowie 320 Prozentpunkte für die Gewerbesteuer.

Ob es in den kommenden Jahren dabei bleibt, wird mehr und mehr fraglich. Das Problem: Das Defizit im Haushalt, das die Gemeinde vor sich herschiebt, darf nicht über Jahre hinweg weiter anwachsen. Heede wird über kurz oder lang in die Pflicht genommen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Zumindest mittelfristig ist die Gemeinde gehalten, ausgeglichene Haushalte zu erreichen. Vor dem Hintergrund des ausgewiesenen Fehlbedarfs im Haushaltsentwurf sind seitens der Gemeinde Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zu prüfen“, betonte Warncke.

Aus diesem Grund lag der Sitzungsvorlage eine Zusammenstellung der freiwilligen Leistungen der Gemeinde und eine Aufstellung möglicher Mehrerträge durch Anhebung der Steuerhebesätze bei. „Doch selbst wenn die Steuerhebesätze erhöht würden, was bleibt für die Gemeinde dann übrig?“, gab Offermann zu bedenken. Bereits jetzt sei eine der Hauptursachen für den finanziellen Heeder Engpass die zu zahlende Kreisumlage (siehe Info-Kasten). Die dadurch bedingte Belastung der Gemeinde könne selbst bei höheren Steuereinnahmen – im Jahr 2013 gab es ein größeres Plus bei der Gewerbesteuer – immer weniger abgefedert werden. „Die höheren Umlagebeträge werden in 2014 nicht durch entsprechend höhere Schlüsselzuweisungen aufgefangen“, bestätigte Warncke.

Das Zensus-Ergebnis habe für die Gemeinde zwar eine fast gleiche Einwohnerzahl wie im Vorjahr festgestellt, allerdings fallen die Schlüsselzuweisungen durch Anrechnung der eigenen Steuereinnahmen der Gemeinde um rund 40 000 Euro geringer aus.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen