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Neuer Reinwasserbehälter in Barmstedt : Stadtwerke investieren 660.000 Euro

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Hinter dem Barmstedter Wasserwerk am Nappenhorn wird seit Anfang Mai gearbeitet: Die Stadtwerke errichten dort einen neuen Reinwasserbehälter.

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 16:01 Uhr

Barmstedt | Rund 500.000 Kubikmeter Trinkwasser verkaufen die Stadtwerke Barmstedt pro Jahr. „Da reicht unser 1000 Kubikmeter großer Reinwasserbehälter gerade mal für einen halben Tag; da rauscht das Wasser ziemlich durch“, erklärt Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth. Deshalb – und weil zwei alte Behälter außer Betrieb genommen wurden – baut das Unternehmen jetzt auf dem Wasserwerkgelände am Nappenhorn einen neuen. Er wird 800 Kubikmeter fassen und damit doppelt so groß sein wie die beiden alten zusammen.

Der Bau wird voraussichtlich 660.000 Euro kosten, so Freyermuth. „Die Kosten sind um etwa zehn Prozent gestiegen, weil der Untergrund sich als extrem problematisch erwiesen hat“, sagte er. Da der Boden sehr lehmig sei, „waren sich Experten nicht sicher, ob er überhaupt trägt“. Zuerst habe man überlegt, den Behälter – ähnlich wie das Seniorenheim – auf Pfähle zu stellen. „Doch das wäre viel zu teuer geworden“, so Freyermuth. Stattdessen werde jetzt „ganz vorsichtig gearbeitet, damit die Bagger nicht im Untergrund versinken“. Zudem werden Drainagen verlegt, um den Boden zu entwässern.

Der Behälter wird etwa drei Meter tief in der Erde versenkt werden und etwa fünf Meter hoch sein. „Wäre er flacher, hätten wir noch mehr Grundfläche benötigt“, so Freyermuth. Um am meisten Volumen auf der geringsten Fläche speichern zu können, „wäre eine Kugel am günstigsten gewesen“, fügte er scherzhaft an. Jetzt wird der Behälter zylinderförmig; die Grundfläche hat einen Durchmesser von knapp 17 Metern.

Der bisherige Behälter reiche „für normale Verhältnisse“ aus, sagte Freyermuth. Der neue soll vor allem als Sicherheit dienen, „falls irgendwo was ausfällt, es einen Großbrand gibt oder eine Nachbargemeinde Probleme mit der Wasserversorgung hat“.

Der Großteil der Arbeiten werde von Fremdfirmen ausgeführt, sagte Freyermuth. „Nur die Elektronik machen wir selbst.“ Um bei möglichen Schäden auf der sicheren Seite zu sein, seien vor Beginn der Arbeiten Beweissicherungen am Wasserwerk und an den benachbarten Häusern durchgeführt worden, betonte er. Im Herbst soll der neue Behälter fertig sein.

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