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Breitband-Ausbau : Stadtwerke Barmstedt lassen Kunden warten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mit diesem Ansturm haben die Planer nicht gerechnet: Mit einem halben Jahr Verspätung bekommen Kunden ihren Breitband-Anschluss der Stadtwerke Barmstedt. Auch der Netzausbau im Umland wird voran getrieben.

Barmstedt | Seit einem halben Jahr warten Andrea und Volker Hansen (Namen geändert) auf ihr schnelles Internet, das sie von den Stadtwerken Barmstedt beziehen wollen. Das Ehepaar wohnt an der Straße Am Forst. „Es sollte schon im September losgehen“, berichtet Andrea Hansen. Es seien auch Leitungen verlegt worden, doch dann habe sich monatelang nichts getan. Nachbarn warteten ebenfalls auf den Startschuss. Vor einer Woche hätten sie immerhin die Nachricht erhalten, wann es losgehen soll, so Hansen: „Mitte April.“

Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth begründete die Verzögerungen auf Anfrage unserer Zeitung mit der unerwartet hohen Nachfrage. „Wir hatten teilweise mehr als 100 neue Kunden pro Monat. Wir sind da nicht mehr hinterhergekommen.“ Er habe bereits zwei Mitarbeiter aus anderen Bereichen abgezogen, die das Breitband-Team unterstützen. „Wir sind jetzt mit vier Mann draußen.“ Bis zum Sommer soll das Barmstedter Stadtgebiet komplett erschlossen sein. Es fehlen noch Teile der Chemnitz-, der Kirchen- und der Reichenstraße sowie der Ahornring.

Auch im Umland treiben die Stadtwerke den Breitbandausbau weiter voran. Nach Heede sollen in diesem Jahr die Gemeinde Hitzhusen (Kreis Segeberg) sowie die Ortsteile Sparrieshoop und Bissenmoor (Bad Bramstedt) mit mehr als 1300 Wohneinheiten erschlossen werden. Sparrieshoop sei „eine Perle“, sagte Freyermuth – und im Gegensatz zu Elmshorn, wo die Pläne für den Breitbandausbau an Politik und Verwaltung gescheitert seien, würden die Stadtwerke dort und in Bad Bramstedt „mit offenen Armen empfangen und unterstützt“.

In diesem Jahr werden die Stadtwerke voraussichtlich etwa 2,8 Millionen Euro in den Breitbandausbau investieren. „Das ist gut angelegtes Geld“, sagte Freyermuth. Der Breitbandmarkt werde „jetzt aufgeteilt, und wir sollten uns einen guten Anteil daran sichern“. Auch die Stadtvertreter segneten die Pläne ab – wenngleich die Sparte weiter rote Zahlen schreiben wird: Die Stadtwerke rechnen für 2014 mit einem Verlust von 486 000 Euro. Die Investionen – insgesamt mehr als sechs Millionen Euro – würden sich „noch in der Anlaufphase rentieren“, ist Freyermuth überzeugt.

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erstellt am 15.Feb.2014 | 16:31 Uhr

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