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Barmstedt : Stadtbibliothek blickt auf durchwachsenes Jahr zurück

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Weniger Besucher und Entleihungen stehen mehr Neuanmeldungen und aktivere Nutzer gegenüber.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Weniger Besucher, weniger Entleihungen, aber mehr aktive Nutzer und Neuanmeldungen: Die Barmstedter Stadtbücherei zieht für das vergangene Jahr eine gemischte Bilanz. Dass die Zahl der aktiven Nutzer – um fast 200 von 1734 auf 1919 – gestiegen sei, freue sie ebenso wie die Zahl der Neuanmeldungen, die von 238 in 2015 auf 322 in 2016 stieg, schreibt Büchereileiterin Sabine Jülich in ihrem Jahresbericht. Die Entleihungen seien  von 119163 auf 118347 und damit nur leicht zurückgegangen. „Der allgemeine Abwärtstrend in den Bibliotheken konnte gestoppt werden“. 

Generell sei festzustellen, dass sich das Medienverhalten verändert habe, so Jülich. Das zeige sich an der stark rückläufigen Besucherzahl – sie sank von 43265 um 5372 auf 37893 – , aber auch an der Nutzung einzelner Mediengruppen. Die Bücherei reagiert darauf mit einer allmählichen Umstellung: Während der Bestand an Printmedien leicht sank – von 18298 auf 18117 –, stieg die Zahl der Non-Book-Medien – etwa DVDs, CDs und Hörbücher – von 4269 auf 4497.

Seit August 2016 auf Facebook vertreten

Etwa zwei Drittel (1249) der 1919 aktiven Büchereinutzer kommen aus Barmstedt, ein Drittel (670) aus dem Umland – was in etwa den Anteilen aus 2015 entspricht. Die Altersstruktur der Nutzer hat sich dagegen grundlegend geändert: 2016 waren 52 Prozent jünger als 18 – ein Jahr zuvor waren es noch 64 Prozent. Um mehr und auch jüngere Bürger zu erreichen, ist die Bücherei seit August 2016 mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten. Außer aktuellen Informationen sei dabei auch die Interaktion mit den Besuchern wichtig. „Direktes Feedback dient dazu, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und die Bücherei als moderne Institution zu zeigen“, so Jülich. Zurzeit habe die Seite 148 „Fans“.

Viele Besucher wünschten sich mehr Veranstaltungen, berichtet Jülich. Doch das sei aus Platzgründen schwer umzusetzen. Aktionen zur  Leseförderung – unter anderem der Ferien-Leseclub und die Kinder- und Jugendbuchwochen – seien aber ein Schwerpunkt der Bücherei-Arbeit  und würden weiter angeboten. 2016 nahmen 331 Schüler an den Kinder- und Jugendbuchwochen sowie 105 Kinder am Leseclub teil – für Barmstedt ein Rekord. Darüber hinaus gab es 17 Klassenführungen und 25 Besuche von Kita-Gruppen.

Die Aktion „Blind Date mit einem Buch“, zu der die Bücherei am Valentinstag eingeladen hatte, läuft noch weiter. „Die Kunden fanden die Idee toll und haben gern zugegriffen“, sagt Büchereileiterin Sabine Jülich. Einige seien sogar extra wegen der Aktion gekommen. „Es gibt noch einige verpackte Romane und Sachbücher, um auch in den nächsten Tagen noch viele Menschen zu überraschen“, so Jülich.
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