Hauptausschuss stellt Mittel bereit : Stadt Barmstedt investiert in Digitalisierung

Die Stadt Barmstedt treibt die Digitalisierung in den Schulen voran.

Die Stadt Barmstedt treibt die Digitalisierung in den Schulen voran.

Alle vier Schulen sollen mit flächendeckendem WLAN ausgestattet werden.

shz.de von
24. August 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Die Stadt Barmstedt treibt die Digitalisierung in den Schulen voran. Mit den Stimmen aller Mitglieder hat der Hauptausschuss beschlossen, an allen vier Einrichtungen ein „leistungsfähiges Netzwerk mit einer flächendeckenden WLAN-Ausleuchtung sämtlicher Klassen- und Fachräume“ zu installieren. Das sei die „Grundvoraussetzung für die spätere Nutzung der Präsentations- und Medientechnik“, waren sich die Politiker einig. Insgesamt kostet die Installation rund 46.000 Euro – an der James-Krüss-Schule (JKS) und der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) jeweils 6100 Euro, am Gymnasium rund 13.000 Euro und an der Gottfried-Semper-Schule (GSS) etwa 21.000 Euro. Den Auftrag sollen die Stadtwerke erhalten.

Fördermittel

Die Digitalisierung in den Schulen zu fördern, sei „im Prinzip der richtige Weg“, sagte Peter Gottschalk (FWB). Er wies aber zugleich darauf hin, dass der Bund Fördermittel zur Verfügung stellen wolle, „die wir nutzen sollten. Allerdings sollen wohl nur die Schulen gefördert werden, die ein tragfähiges Medienkonzept haben. Wie ist denn da der Stand der Dinge?“, wollte er von der Verwaltung wissen. Das Förderprogramm zwischen Bund und Ländern solle im Dezember stehen, erklärte Fachamtsleiter Heiko Lichy. Und spätestens im zweiten Quartal 2019 sollten die Schulen dann ihre Konzepte vorlegen. „Das ist ein sehr straffer Zeitplan“, sagte Lichy, betonte aber: „Schüler und Lehrer scharren mit den Füßen und sind gewillt, etwas zu tun.“

Die Digitalisierung sei die Zukunft, sagten auch Anette Bremer-Wilms (SPD) und Hauke Johannsen (CDU). „Wir können unsere Kinder dem nicht verschließen.“ Vor dem Hintergrund der noch folgenden Ausgaben – für 2019 sind weitere 246.000 Euro geplant (siehe Info-Kasten) – müsse die Stadt aber „alle Fördermittel voll ausschöpfen“, mahnte Bremer-Wilms. Johannsen stellte in Frage, ob die halbe Stelle, die die Verwaltung für einen IT-Koordinator einwerben möchte, notwendig sei. „Das sollte doch durch eigene Kräfte zu leisten sein“, meinte er. Gemeint sei aber keine Stelle innerhalb der Schulen, sondern vielmehr „eine Schnittstelle zwischen dem künftigen IT-Dienstleister und der Verwaltung“, entgegnete Lichy. Einen Beschluss fasste der Ausschuss zu beiden Punkten noch nicht. Als nächstes wird sich der Schulausschuss am Montag, 10. September, mit dem Thema befassen.

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