zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

24. August 2017 | 12:49 Uhr

Barmstedt : SSV Rantzau kämpft um Zuschuss

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Vereinsvorstand kann Entscheidung des Sportausschusses nicht nachvollziehen und verweist auf umfangreiche Eigenleistungen.

Barmstedt | Der SSV Rantzau kämpft weiter um 6400 Euro Zuschuss für die Pflege des Sportplatzrasens, den der Sportausschuss verweigert hat. Im Ausschuss sei „sehr viel Irritierendes und Befremdliches gesagt“ worden, schreiben die SSV-Vorstandsmitglieder Hans-Jürgen Scharlach und Hans-Christian Hansen in einer Pressemitteilung. Der SSV übernehme durch die Förderung des Kinder-, Jugend- und Erwachsenensports Aufgaben, „die ansonsten vom Staat mit sehr viel höheren Kosten zu bewältigen wären“. Wenn es dafür staatliche Unterstützung gebe, sei das nicht „unverschämt“ – wie Zuhörer Franz-Josef Sitta gesagt hatte –, sondern „selbstverständlich, denn Vereine wollen die Beiträge so halten, dass niemand aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird“.

Die SSV-Mitglieder leisteten pro Jahr mehr als 15.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, so der Vorstand – was unter anderem der Hamburger Fußballverband mit dem Ehrenamtspreis gewürdigt habe. Sie brächten ihre Freizeit bei der Platzpflege, Veranstaltungen und vielem mehr ein. „So viel zur ,Faulheit der Mitglieder’.“ Die Stadt zahle dem SSV zwar jährlich rund 20.000 Euro für Hausmeister, Strom und ähnliches, wie Michael Schönfelder (FWB) angemerkt hatte. Dafür habe der SSV seit 2004 aber auch rund 150.000 Euro an Eigenmitteln und „unzählige Arbeitsstunden“ in die von der Stadt gepachtete Sportanlage investiert, so der Vorstand.

Auch der Hinweis, es handle sich bei der Rasenpflege nicht um eine Investition, sondern um eine Unterhaltungsmaßnahme, die der SSV laut Pachtvertrag selbst finanzieren müsse, stößt dem Vorstand sauer auf. „In dem Vertrag ist unter anderem geregelt, dass bei Investitionen nach vorheriger Vereinbarung eine Kostenteilung zwischen Stadt und Verein erfolgt. Die spitzfindige Diskussion darüber, was Investitionen sind, sollte beendet werden“, so Scharlach und Hansen. Der SSV habe immer wieder Investitionen – zuletzt eine Zuschauerbarriere und neue Wechselhäuschen im Wert von 40.000 Euro – ohne Anträge bei der Stadt getätigt. „Unter anderem im Vertrauen darauf, wenigstens einen Zuschuss zur Rasenerneuerung zu erhalten wie in den vorigen Jahren“.

Hansen und Scharlach appellieren an die Stadtvertreter, die sich am 9. Dezember mit dem Thema befassen werden, die Empfehlung des Ausschusses zu überdenken. „Der SSV hofft, dass die Stadtvertretung zu einer Entscheidung kommt, die dem Wert der Arbeit, insbesondere der Jugendarbeit, gerecht wird.“

Der SSV Rantzau, der 1912 gegründet wurde, hat etwa 600 Mitglieder. Näheres unter www.ssv-rantzau.de.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen