zur Navigation springen

Barmstedt : Sporthallen: Gutachter zieht zurück

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Sanierung der neuen Sporthallen wird sich weiter verzögern. Der Gutachter hat seinen Auftrag abgegeben. Ein Gericht soll in absehbarer Zeit einen Nachfolger bestimmen.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Die Sanierung der wegen Schimmelbefalls seit neun Monaten gesperrten neuen Sporthallen an der Schulstraße verzögert sich weiter. Grund: Der bisher von der Stadt im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens beauftragte Gutachter hat sich nach Informationen der Barmstedter Zeitung für befangen erklärt und den Auftrag niedergelegt.

Laut Michael Lantau, Leiter des Fachamts für Strategische Steuerung, ist man hinsichtlich eines neuen Gutachters derzeit in der Findungsphase. Seitens der IHK habe man der Stadt aber signalisiert, dass ein neuer gefunden sei. Das Gericht müsse ihn jetzt noch offiziell bestimmen. „Wir bekommen dann eine Nachricht, welcher bestellt worden ist“, so Lantau. Mindestens zwei bis drei Monate würde es wohl dauern, das Gutachten zu erstellen. „Wir hören uns an, was der Gutachter sagt und welche Kapazitäten er zur Verfügung hat“, so Lantau.

Im Hauptausschuss hatte die Nachricht kürzlich für großen Unmut gesorgt. Den Handballern stehe „das Wasser bis zum Hals, und auch ich bin fast verzweifelt angesichts der Bearbeitungszeit“, sagte Michael Schönfelder (FWB). Als „fürchterliches Beispiel“ habe er das Halstenbeker „Knick-Ei“ vor Augen. Das gläserne Dach der architektonisch ambitionierten Sporthalle war zweimal eingestürzt – im Februar 1997 und Ende Juni 1998. Die Geschichte hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. „Und wer blieb auf den Kosten hängen?“, so Schönfelder. „Die Gemeinde.“

Vielleicht, schlug er vor, sei es sinnvoller, die Stadt zahle die Sanierung der Sporthallen selbst, anstatt zu versuchen, einen Teil der Kosten von den ausführenden Firmen zu erstreiten. „Dann könnte es 2017 oder ’18 werden, bis wir die Halle wieder nutzen können.“ Und „bevor wir am Ende mit leeren Händen dastehen“, sei auch ein Vergleich denkbar.

Entdeckt hatte die Stadt den Schaden Anfang Juli 2013. Nach starken Regenfällen in den Wochen zuvor sei starker Schimmelbefall festgestellt worden, teilte die Verwaltung damals mit. In den folgenden Wochen war immer mehr Schimmel zum Vorschein gekommen. Ende August sperrte die Stadt die Hallen komplett.
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen