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Sporthallen an der Schulstraße: Stadt lässt Freigabe prüfen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 11:25 Uhr

Hoffnungsschimmer für hunderte Barmstedter Schüler und Sportler: Am 3. Juni soll getestet werden, ob eine der Sporthallen an der Schulstraße zumindest provisorisch genutzt werden kann. Das hat Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) gestern Abend im Hauptausschuss mitgeteilt. Die Hallen sind wegen Schimmelbefalls seit August 2013 gesperrt.

Nach baulichen Veränderungen an den Fußleisten, einer „Lüftung auf Volllast“ und einer Grundreinigung werde am 3. Juni ein Rüttler in Halle 2 einen Sportbetrieb simulieren, erklärte Döpke. Anschließend werde die Luftbelastung gemessen. Das Ergebnis werde 14 Tage später vorliegen. „Falls es zu verantworten ist, werden wir die Halle dann freigeben“, so Döpke. Es werde aber weiterhin wöchentlich die Luftbelastung kontrolliert.

Die Politiker wollen die Sanierung der Hallen mit allen Mitteln beschleunigen. Sie beschlossen auf Antrag der FWB einstimmig, dass die Verwaltung prüfen soll, ob es möglich ist, dass die Stadt einen Vergleich mit den am Bau der Hallen beteiligten Parteien trifft. Das könnte zwar Geld kosten, sei aber in Anbetracht der Dringlichkeit geboten.


Verwunderung über die „ruhigen Eltern“


„Wir fragen uns, wie lange sich die Schule und die Eltern noch zurückhalten“, sagte Michael Schönfelder (FWB). Zudem koste weiteres Abwarten ebenfalls Geld: für die Beförderung der Sportler zu anderen Hallen, „und die Hallen verbrauchen auch dann Energie, wenn sie leer stehen“. Es wisse keiner, „ob nicht ein Vergleich auf längere Sicht doch das günstigere ist“, stimmte Günter Thiel (BALL) zu. Der sich ebenfalls darüber wunderte, „dass es an den Schulen so ruhig ist. Es würde die Sache sicher beschleunigen, wenn die Eltern auf geregeltem Sportunterricht bestehen würden.“

Dem Antrag der CDU folgte der Ausschuss ebenfalls einstimmig: Die Verwaltung soll den Gutachter und den Anwalt dazu anhalten, so schnell wie möglich zu arbeiten. Das seien zwar „Selbstverständlichkeiten“, hieß es im Gremium. Aber schaden könne es ja nicht.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kiel habe dem Gericht derweil einen neuen Gutachter vorgeschlagen, sagte Döpke. Ob er den Fall übernehme, stehe indes noch nicht fest. „Die anderen Prozessbeteiligten müssen noch zustimmen.“ Wie berichtet, hatte sich der bisherige Gutachter für befangen erklärt – was die Bearbeitung weiter verzögerte.

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