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Barmstedt : Spieliothek kämpft gegen Videospiele

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Konkurrenz durch Videospiele macht der Barmstedter Spieliothek zu schaffen. Die Ausleihzahlen sind leicht gesunken, es ist kein Geld für weitere Mitarbeiter vorhanden.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 15:24 Uhr

Barmstedt | Die Jahreshauptversammlung der Spieliothek-mobil Barmstedt stand im Zeichen eines – bei allen Problemen – durchaus erfolgreichen Jahres 2013. Das belegte der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Axel Schmidt, mit dem er die Veranstaltung eröffnete. Eine gute Nachricht stellte Schmidt voran: „Keine der Vertragsgemeinden hat gekündigt.“ Damit halten – einschließlich Barmstedt – 21 Gemeinden der Einrichtung die Treue.

Einen leichten Rückgang gab es bei den Ausleihzahlen: Sie beliefen sich 2013 auf 14 665; ein Jahr zuvor waren es noch 15 728. Woran das lag, konnte Schmidt nicht eindeutig sagen. Vielleicht hätten die langwierigen Bauarbeiten an der Schule dazu beigetragen, vermutete er. Anders als die Ausleihen, ist die Zahl der Kunden 2013 gestiegen: Sie betrug 1 465 – 75 mehr als 2012. Neukunden gab es 470 (410). Nahezu konstant waren die Zahlen bei der Geburtstagskiste (373/378), den Sonderveranstaltungen (372/391) und bei den Großspielgeräten (1357/1389) geblieben.

Alles in allem sei es ein sehr aktives Jahr gewesen, stellte Schmidt fest, der auch das Thema „Wettbewerb mit den PC- und Videospielen“ aufgriff. „Wir müssen am Ball bleiben und für Gesellschaftsspiele werben“, betonte er. „Nur so ist soziales Erleben und Austausch möglich. Ich kann sagen, dass wir dabei unseren selbst gesteckten Auftrag wahrgenommen und erfüllt haben.“

Ein großes Problem sei die knappe Personaldecke der Spieliothek, sagte Schmidt. Sie besteht aus zwei haupt-, drei ehrenamtlichen sowie einer Reihe von Aushilfskräften. Unentbehrlich seien die beiden Bundesfreiwilligen: Ohne sie, also ausschließlich mit Ehrenamtlichen, ließe sich die Arbeit in der Einrichtung nicht leisten, sagte Schmidt. Nachwuchs zu rekrutieren, scheint allerdings schwierig zu sein: Bis Ende des Jahres sind Bundesfreiwillige ausgebucht. Die Spieliothek-mobil bräuchte Finanzmittel für die Einstellung von bezahlten Kräften – doch Geld ist nicht vorhanden. „Wir sind dankbar für die Zuschüsse der Vertragsgemeinden“, sagte Schmidt. „Dieses System hat aber Grenzen – und da sind wir angelangt. Wir haben ein Niveau erreicht, das sich nicht viel weiter steigern lässt.“

Eine Verjüngung gab es im Vorstand des Vereins. In die Fußstapfen von Lothar Hachmann als Zweiten Vorsitzenden tritt Lidija Arsic: Sie wurde einstimmig in dieses Amt gewählt. Gisela Asmussen tritt die Nachfolge von Ute Grebenstein an, die nicht mehr als Schriftführerin zur Verfügung stand. Grebenstein und Hachmann üben jetzt das Amt des zweiten und dritten Beisitzers aus.
 

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