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Barmstedt : Speeldeel hält das Publikum in Atem

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mehrere hundert Besucher haben am Wochenende das Weihnachtsmärchen „Peterchens Mondfahrt“ gesehen. 14 junge Darsteller standen auf der Bühne.

Für viele Jungen und Mädchen beginnt die Vorweihnachtszeit in Barmstedt mit der Aufführung des Weihnachtsmärchens durch die Barmstedter Speeldeel. In diesem Jahr stand ein Stück auf dem Programm, das Gerd von Bassewitz verfasst hat und das vor 102 Jahren uraufgeführt wurde: Peterchens Mondfahrt. Es wurde 1915 als Buch veröffentlicht und gilt als Klassiker der Kinder- und Jugendbuchliteratur. Viele der mehreren hundert Zuschauer, die sich am Wochenende zu den beiden Aufführungen in der Grund- und Gemeinschaftsschule einfanden, kannten das Stück oder hatten zumindest davon gehört.

14 Jugendliche wirkten in dem Märchen mit, das die Geschichte vom Maikäfer Herrn Sumsemann (Sophie Schmidt) erzählt, der ein tragisches Schicksal erleidet: Ein Holzdieb schlägt ihm ein Beinchen ab. Die Nachtfee (Samira Pich) verbannt den Übeltäter auf den Mondberg. Herrn Sumsemann betrübt die Aussicht, dass auch seine Kinder nur mit fünf Beinen ausgestattet sein würden: Was wäre das für ein Maikäferleben? Aber es gibt Hoffnung: Wenn sich zwei Kinder finden würden, die noch nie ein Tier gequält haben, könnte sich das Schicksal wenden. Und tatsächlich finden sie sich: Peter (Carolin Pünner) und Anneliese (Kathrin Pump). Sie hören sich mit großer Anteilnahme die Geschichte von Herrn Sumsemann an und sind bereit, ihm wieder zu seinem Bein zu verhelfen. Damit beginnt eine Reihe von Abenteuern – die auch das Publikum in der Aula in Atem halten.

Mit der Aufführung des Stücks ist der Barmstedter Speeldeel einmal mehr ein großer Wurf gelungen. Getragen wurde es von der Spielfreude der Nachwuchs-Mimen, die trotz unvermeidlichen Lampenfiebers souverän agierten und sich auch nicht verunsichern ließen, wenn sie einmal im Text stockten. Wozu gab es Martina Ladiges, die nicht nur Qualitäten als Vorsitzende, sondern auch als Souffleuse besitzt?

Hervorzuheben sind auch die selbst geschneiderten, fantasievollen Kostüme. Ende gut, alles gut: Das gilt sowohl für die Geschichte als auch für die Aufführung selbst: Sie ist das sehenswerte Ergebnis intensiver Proben, die sich über ein Dreivierteljahr erstreckten. Organisiert wurde das Stück von Martina Ladiges, Inge Boehnke und Ellen Melcher, die in der Regie erstmals von Sophie Schmidt unterstützt wurden.

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