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Barmstedter Zeitung

17. Oktober 2017 | 23:23 Uhr

Barmstedt : SPD will mehr bezahlbare Wohnungen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gelingen könne das durch den Bau mehrgeschossiger Wohnblöcke mit Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, so Fraktionschef Hans-Christian Hansen.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter SPD will mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt schaffen. Gelingen könne das durch den Bau mehrgeschossiger Wohnblöcke mit Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, so Fraktionschef Hans-Christian Hansen. Ohne derartige Neubauten – die nicht nur an einer Stelle, sondern dezentral errichtet werden sollten – werde es „eine vermehrte Konkurrenz um die wenigen Wohnungen in Barmstedt geben, wenn mehr Ältere in kleinere Wohnungen ziehen wollen, mehr Jüngere allein in kleineren Wohnungen wohnen wollen und sozial nicht gut situierte Familien teuren Wohnraum nicht mehr zahlen können“, vermutet er.

Die zunehmende Nachfrage nach Wohnungen bedeute steigende Preise, so Hansen. „Da gewinnt nur ein Investor. Steuerzahler und betroffene Bürger werden nicht profitieren.“ Verschärft werde das Wohnungsproblem dadurch, dass in den kommenden Jahren voraussichtlich bis zu 50 Asylsuchende und Flüchtlinge pro Jahr nach Barmstedt kommen werden, so Hansen. „Darauf sind Barmstedt und die Umlandgemeinden nicht vorbereitet. In den letzten Jahren haben wir es versäumt, bezahlbaren Wohnraum zu planen.“ Die Idee, auf dem Gelände nördlich der Norderstraße Sozialwohnungen zu errichten, liegt auf Eis.

Diskutiert wurde über das Thema vor kurzem im Rahmen der Jahreshauptversammlung, zu der der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Stefan Bolln etwa die Hälfte der knapp 50 Mitglieder begrüßte. „Das letzte Jahr war für die SPD sehr lebendig“, sagte er. So hätten zwei Austritten acht Eintritte gegenübergestanden. Auch die „Diskussionskultur“ habe „wieder Fahrt aufgenommen“, so Bolln – und er stellte fest: „Mit den zwei Fachgesprächen zur Zukunft des Rantzauer Sees und der Notwendigkeit einer Gewerbeansiedlung in Barmstedt haben wir den Nerv getroffen.“

Über weitere „Dauerthemen“ wie die Zukunft der großen Barmstedter Märkte, das städtische Haushaltsdefizit und das hohe Defizit des kommunalen Seniorenheims hätten die Mitglieder sehr angeregt mit Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) diskutiert, die zudem auf 2013 und das erste Halbjahr 2014 zurückblickte. Fazit: „Barmstedt hat viel Arbeit, aber es lohnt sich.“

Schließlich mussten die Genossen noch über eine Personalie entscheiden. Petra Krämer legte ihr langjähriges Vorstandsamt nieder, um neuen Mitgliedern den Schritt in die Verantwortung zu ermöglichen. Als Organisatorin der 875-Jahr-Feier der Stadt sowie mit ihren weiteren Ehrenämtern – sie ist unter anderem Gleichstellungsbeauftragte und leitet den Kulturausschuss – sei sie ausreichend beschäftigt. Als Nachfolger boten sich drei Mitglieder an. „Das hatten wir lange nicht“, freute sich Bolln. Nach längerer Beratung wurde Tamara Twisselmann vorgeschlagen – und einstimmig gewählt. „Mit dieser jungen, berufstätigen Mutter, die Verwaltungserfahrung hat und der kommunale Haushalte nicht fremd sind, haben wir zusätzliche Kompetenz bekommen“, so Bolln.

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