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Barmstedter Zeitung

24. Oktober 2017 | 10:23 Uhr

Barmstedt : SPD diskutiert Asylproblematik

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Sozialdemokraten fordern mehr interkulturellen Austausch. Neumitglieder in der Partei wurden mit Parteibuch willkommen geheißen.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Bevor den Barmsteder Genossen im SSV-Sportheim Düsterlohe der Grünkohl serviert wurde, gab es schwerere Kost. SPD-Vorsitzender Stefan Bolln informierte über Bemühungen, die Bewohner der Asylanten- und Obdachlosenunterkunft in Langeln näher an Barmstedt heranzubringen, um sie aus dem Schneckenhaus herauszuholen. „Wir benötigen den interkulturellen Austausch“, sagte er. Ein Migrationsarbeitskreis, an dem auch SPD-Mitglieder, die evangelische Kirche und Privatpersonen beteiligt sind, hat sich gebildet, um die verschiedenen Standorte, an denen Asylbewerber untergebracht sind wie in Langeln, Elmshorn und in der Austraße und Feldstraße in Barmstedt, zu vernetzen. „Die größte Barriere ist die Sprache“, so Bolln. Für beide Seiten. In Langeln wohnen zurzeit zwölf Asylbewerber etwa aus Afghanistan, Syrien, dem Libanon. Mehrere Personen, darunter ein in Barmstedt lebender Ägypter, haben sich bereit erklärt zu dolmetschen. „Damit wir uns überhaupt verständigen können und etwa erfahren, wo die Familie ist, wie und wo die Anträge auf Zusammenführung erstellt werden können“, so Bolln. Wer sich Arbeit suchen darf, steht vor neuen Schwierigkeiten. „Wie soll das funktionieren, wenn sie aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse mit keinem Amt oder Arbeitgeber telefonieren können“, so Bolln. Fazit: Sprachkurse sind das A und O, um sich hier zurechtzufinden. „Und zwar kostenlose Kurse für alle Flüchtlinge ohne Statusabhängigkeit“, so Bolln.

Das Land stelle zwar dafür als Startpaket 150 000 Euro über die Volkshochschulen zur Verfügung. Immer noch zu wenig. Bis Berlin alle Sprach- und Integrationskurse auch für Flüchtlinge öffnet, wird es wohl noch dauern. „Ehrenamtliches Engagement ist hier gefragt“, so Bolln. Nicht nur für Sprachkurse. Die Asylanten kämpften mit den Dingen des täglichen Lebens, zudem hätten sie kaum Kontakt zu Einheimischen. „Das Heim liegt sehr isoliert“, so Bolln. Der Arbeitskreis will aktiv eingreifen. Mit verschiedenen Aktionen. „Die Schöpfkelle hat signalisiert, die Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Sprachhilfen zu unterstützen“, so Bolln. Weitere aktive Helfer mit unterschiedlichen Talenten sind willkommen.

Wer sich beteiligen will, kann bei Stefan Bolln unter der Telefonnummer: (0 41 23) 92 10 90 melden.

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