Amt Elmshorn-Land : SPD bleibt stärkste Fraktion in Kölln-Reisiek

Errang ihr Direktmandat in Kölln-Reisiek: Bürgermeisterin Kerstin Frings-Kippenberg (SPD).
Errang ihr Direktmandat in Kölln-Reisiek: Bürgermeisterin Kerstin Frings-Kippenberg (SPD).

In den anderen Kommunen des Amts Elmshorn-Land stärken die Christdemokraten ihre Position. Die Nachwahl in Klein Offenseth-Sparrieshoop ist für den 3. Juni geplant.

shz.de von
08. Mai 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | In den Gemeinden Seeth-Ekholt und Seester des Amts Elmshorn-Land ist jeweils die CDU die Gewinnerin der Kommunalwahl. In beiden Dörfern konnte die CDU ein Mandat hinzu gewinnen. In Seester stellt die CDU damit künftig acht Gemeindevertreter, die SPD drei. In Seeth-Ekholt sind künftig fünf CDU-Vertreter, vier von der Wählergemeinschaft (WGSE) und zwei Sozialdemokraten Mitglieder des neuen Gemeinderats. In Raa-Besenbek bleibt die CDU stärkste Fraktion, musste aber ein Direktmandat an die Wählergemeinschaft abgeben. Die CDU hat demnach im neuen Gemeinderat sechs und die Wählergemeinschaft drei Mandate.

In Seeth-Ekholt schwimmen die Christdemokraten auf einer Welle des Erfolges. Der amtierende Bürgermeister Michael Rosenthal (CDU) gewann die meisten Stimmen. Das war vor fünf Jahren nicht der Fall gewesen. 2013 war Klaus Balzat (WGSE)noch mit den meisten Stimmen aus der Kommunalwahl hervorgegangen. Darüber hinaus nahm die CDU der SPD einen Gemeinderatssitz ab, verfügt jetzt über fünf Mandate und ist damit auch die stärkste Fraktion.

Wundenlecken derweil bei der SPD in Kölln-Reisiek. Die Genossen landeten bei 54,3 Prozent der Stimmen – ein herber Dämpfer. Bei der Wahl 2013 waren es noch 63,2 Prozent. Damit verlieren die die Sozialdemokraten zwei Sitze im Gemeinderat, bleiben aber stärkste Fraktion. Die CDU darf sich über einen Sitz mehr freuen. Die Christdemokraten landeten bei 45,7 Prozent der Stimmen. Ein Zuwachs von rund neun Prozent. Die amtierende Bürgermeisterin Kerstin Frings-Kippenberg (SPD) gewann ihr Direktmandat und freute sich, dass die SPD in Kölln-Reisiek stärkste Fraktion bleibt.

Während die Bewohner der Dörfer im Elmshorner Umland nach der Wahl über das Ergebnis diskutieren, können die Menschen in Klein Offenseth-Sparrieshoop nur spekulieren. Nach dem Tod des CDU-Direktkandidaten Lothar Hachmann konnte der Wahlbezirk 3 der Gemeinde am Sonntag in der Gemeindewahl nicht abstimmen. Damit bleibt bis zur Nachwahl am 3. Juni offen, wie die zukünftige Gemeindevertretung aussehen wird. Bis dahin stehen nur die Direktkandidaten der Wahlkreise 1 und 2 fest.

Der amtierende Bürgermeister Günther Korff (SPD) erhielt in seinem Wahlkreis 173 Stimmen, 14 weniger als Sabine Mülder (FWG). Als dritter Direktkandidat des ersten Wahlbezirks zieht Reiner Dieckmann (FWG, 164 Stimmen) in die Gemeindevertretung ein. Korff steht damit bisher nicht nur in seinem eigenen Wahlkreis als einziger Nicht-FWG-Kandidat fest – im zweiten Bezirk gewann die FWG alle drei Direktmandate: Klaus Harder (226 Stimmen), Hans-Jürgen Haack (208) und Harry Tietz (206) verbuchten die drei höchsten Stimmwerte.

Sollte die CDU auch im dritten Wahlbezirk kein Direktmandat gewinnen können, wird sie wahrscheinlich trotzdem Sitze in der Gemeindevertretung erhalten. Im Wahlkreis 1 erreichten die Christdemokraten 27,6 Prozent der Stimmen, im zweiten Wahlkreis 21, 8 Prozent. Die SPD gewann jeweils 31,7 und 29,6 Prozent. Auch im Gesamtergebnis behält die FWG also klar die Nase vorn: Mit 40,8 Prozent der Stimmen in Wahlkreis 1 und 48,6 Prozent in Wahlkreis 2 ist die Wählergemeinschaft beide Male die stärkste Partei.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen