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Kindergarten-Zoff : Sparrieshoop hofft auf zügige Lösung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kinder im Container? Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung einer zusätzlichen Kita-Gruppe, aber der Kreis zweifelt den Bedarf an.

Die Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop möchte eine neue Kindergartengruppe ins Leben rufen. Diesen Grundsatzbeschluss fasste die Gemeindevertretung einstimmig während ihrer jüngsten Sitzung. Zum Hintergrund: Die Gemeinde rechnet für 2014 mit mindestens 17 Jungen und Mädchen aus Sparrieshoop, die nach heutigen Maßstäben keinen Betreuungsplatz innerhalb der Gemeinde bekommen würden.

Den Gemeindevertretern ist es mit Blick auf die Infrastruktur, die Auslastung der Grundschule und die Bindung der Familien an die Gemeinde aber wichtig, dass die Kinder aus der Gemeinde auch in Klein Offenseth-Sparrieshoop betreut werden. Die Einstellung zusätzlicher Betreuungskräfte oder die deutliche Vergrößerung der vorhandenen Kindergartengruppen, ist für die Gemeindevertretung keine Option. Ein entsprechender Beschlussvorschlag, der von der Amtsverwaltung vorgelegt wurde, kam nicht zur Abstimmung.

„Dieser Beschlussvorschlag ist hinfällig! Die Vorlage entspricht nicht den Beschlüssen aus dem Familienausschuss“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Kamp. Er erläuterte, dass der Ausschuss verschiedene Optionen in Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung und dem Kreis Pinneberg klären lassen möchte. Dazu zählen unter anderem eine Containerlösung für eine weitere Gruppe, den verstärkten Einsatz von Tagesmüttern sowie die Schaffung einer weiteren Elementargruppe.

Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff (SPD) berichtete, dass eine Gesprächsrunde mit der Kreisverwaltung, dem Amt sowie Vertretern der Gemeinde geplant ist, um diese Details zu klären. Korff sagte: „Es ist nicht ganz einfach, die Statistik des Kreises mit dem Wunsch der Gemeinde auf Einrichtung einer weiteren Kindergartengruppe überein zu bekommen.“ Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der Kreis anhand seiner Berechnungen festgestellt habe, dass es in Sparrieshoop ein Überangebot an Kindergartenplätzen gibt. Die Gemeinde wiederum einen erheblich höheren Bedarf sieht. „Die Runde tagt in den nächsten 14 Tagen und ich hoffe, dass wir zu guten Lösungsansätzen kommen, damit diese missliche Lage so schnell wie möglich erledigt ist“, so Korff.

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