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Barmstedter Zeitung

21. Oktober 2017 | 04:09 Uhr

Horst : Sonne und Wind statt Kohle und Gas

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sonne und Wind statt Kohle und Gas - umweltfreundliche Alternativen stehen im Fokus.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 00:37 Uhr

Horst | Wie können Verbraucher in den Regionen Barmstedt und Elmshorn etwas dafür tun, den Verbrauch von Öl, Kohle und Gas zu verringern? Darüber haben am Mittwochabend Mitglieder der Regionalgruppe Horst/Elmshorn und Umland der „Bürgerinitiative Frackingfreies Auenland“ mit Gästen sowie Vertretern aus der Wirtschaft und dem Bundesverband Windenergie und BündnisBürgerEnergie diskutiert. Die Veranstaltung auf dem Hof Dannwisch in Horst startete mit einem 50-minütigen Film, der den Zuschauern aufzeigen sollte, dass es möglich ist, ein gutes Leben mit der Energiewende zu führen. Unter dem Motto „Lassen Sie uns etwas tun“, eröffnete der Moderator Gerd Müller anschließend die Gesprächsrunde.

Das Publikum konnte den Podiumsgästen Mathias Wiontzek (Stadtwerke Elmshorn), Horst Leithoff (Bundesverband Windenergie und BündnisBürgerEnergie), Sven Groth (Lebenswerte Energien Elmshorn) und Hans-Otto Nöhren (Heizungstechnik Horst) Fragen stellen. Sebastian Mrozek, Diplomphysiker aus Horst, erklärte, dass er sich Gedanken gemacht habe, wie er sein Haus heizt. Er habe in eine Wärmedämmung investiert. So verbrauche er weniger Energie.

Um den Verbrauch von Öl, Kohle und Gas zu verringern wurden weitere umweltfreundliche Alternativen angesprochen. Bei der Realisierung von Bürgerwindparks habe die Bevölkerung die Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen und so in eine attraktive Geldanlage zu investieren, hieß es. Auch mit Photovoltaik, einer Technik mit der die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen erfolgt, könnten die Bürger selbst Initiative zeigen und aktiv werden. „Wind und Sonne schicken uns garantiert keine Rechnung“, sagte Horst Leithoff schmunzelnd und erklärte: „Es ist wichtig, dass sich die Menschen in Gruppen zusammentun, denn nur im Bündnis haben wir die Macht, etwas zu erreichen und Gesetze zu ändern. Die Politiker haben so nur einen Ansprechpartner und nicht tausend.“ Jeder Hausbesitzer könne Solaranlagen auf seinem Hausdach anbringen lassen.

Ulrike Gay, Mitglied der „Bürgerinitiative Fracking-freies Auenland“ hat bereits 2002 Solarzellen auf ihrem Dach in Kiebitzreihe installiert und sagte: „Ich wollte unbedingt etwas tun und zeigen, dass Fracking nicht nötig ist.“ Aber auch für Mieter bestehe die Möglichkeit, sich in Gruppen zusammen zu schließen und gemeinsam in Photovoltaik zu investieren. Die Elmshorner Stadtwerke unterstützen diese Ideen innerhalb ihrer Möglichkeiten. Mathias Wiontzek erklärte zum Beispiel, dass die Stadtwerke Solaranlagen bauen, betreiben und verpachten. „Ich fand die Veranstaltung sehr ermutigend“, lautete am Ende des Abends das Fazit von Silke Faber, die aus Rellingen zu der Veranstaltung gekommen war.

Die Regionalgruppe Horst/Elmshorn und Umland, die zurzeit aus zwölf Mitgliedern besteht, trifft sich jeden ersten Montag im Monat um 20 Uhr auf Hof Dannwisch, Dannwisch 1 in Horst. Interessierte können unter der Mail stopfracking-horst-elmshorn@posteo.de mit der Regionalgruppe in Kontakt treten oder sich auf der Homepage www.frackingfreies-auenland.de informieren.

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