Sondersitzung wegen Kuckucksei

Die Gemeindevertreter berieten erneut über die Bebauungspläne 12 und 13.
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Die Gemeindevertreter berieten erneut über die Bebauungspläne 12 und 13.

Vorgezogene Sitzung wegen Stellungnahmen vom Kreis: Westerhorner Gemeindevertretung muss über Bebauungspläne beraten

shz.de von
20. Januar 2016, 16:00 Uhr

Eigentlich war die erste Sitzung der Westerhorner Gemeindevertreter im neuen Jahr erst für März geplant. „Doch dann hat uns der Kreis ein Kuckucksei reingelegt“, erklärte Bürgermeister Bernd Reimers die kurzfristig für Januar einberufene Sitzung. Hintergrund waren die Stellungnahmen des Kreises zu den Bebauungsplänen 12 und 13. „Da hätte man viel früher was zu sagen sollen“, kritisierte Reimer, der zugab, deshalb „fast einen dicken Hals zu haben“. Um den Zeitplan für die potenziellen Bauherren einhalten zu können, habe man die ungeplante Sitzung „reingeschoben“.

Beim B-Plan Nummer 12 geht es um ein Areal südlich des Fasanenweges und westlich der Dorfstraße. Hier sind ebenso wie beim B-Plan 13 (betrifft ein Gebiet in der Dorfstraße westlich der Straße „Im Hufeisen“ und südlich des Birkenweges/Heßberg) vier Wohnhäuser geplant. Der Fachdienst Umwelt des Kreises (gesundheitlicher Umweltschutz) hatte am 3. Dezember jeweils Stellungnahmen abgegeben, die sich auf die Lärmbelästigung durch die 200 Meter entfernte Bahntrasse bezogen. Demnach würden die zulässigen Maximalwerte leicht überschritten. Die Gemeinde kündigte nun entsprechende Lärmschutzmaßnahmen an.

Geklärt werden muss auch noch die Entwässerung in den Gebieten. Dafür soll das Gespräch mit dem Sielverband Kremper Au gesucht werden. Beim B-Plan 12 wäre wohl eine Versickerung regelkonform, doch noch müsse geklärt werden, ob diese überhaupt möglich sei. Und beim B-Plan 13 soll ein Anschluss ans Entwässerungs-Netz erfolgen, das die Kremper Au nicht berührt.

Einstimmig billigten die Gemeindevertreter erneut die beiden Bebauungs-Entwürfe. Nun müssen die beteiligten Behörden erneut benachrichtigt werden. „Die Dauer der erneuten öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange soll auf zwei Wochen verkürzt werden, Stellungnahmen können nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen abgegeben werden“, merkte Harry Unger an.

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