Zahlreiche Angebote für Kinder : Sommerfest der Kulturen am See in Barmstedt

Anke Harder (von links), Bürgermeisterin Heike Döpke, Silke Beckmann, Thomas Kahlert und Marina Quoirin-Nebel laden zum Fest ohne Grenzen ein.
Anke Harder (von links), Bürgermeisterin Heike Döpke, Silke Beckmann, Thomas Kahlert und Marina Quoirin-Nebel laden zum Fest ohne Grenzen ein.

Verein Flüchtlingshilfe Barmstedt organisiert einen Nachmittag für Geflüchtete und Bürger.

shz.de von
21. August 2018, 13:00 Uhr

Barmstedt | Zum Auftakt der Interkulturellen Woche, die in diesem Jahr erstmals in  Barmstedt gefeiert wird, laden die Organisatoren für kommenden Sonnabend, 25. August, zum „Fest ohne Grenzen“ am Rantzauer See ein. „Es soll ein Fest für die ganze Familie werden und zur Integration beitragen“, so Marina Quoirin-Nebel vom Verein Flüchtlingshilfe Barmstedt. Von 15 bis 19 Uhr können die Besucher auf dem Gelände der Badestelle am Rantzauer See miteinander ins Gespräch kommen. Was mit vielen der etwa 350 Geflüchteten, die in Barmstedt und Umgebung leben, schon gut gelinge, wie Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) berichtete. „Wenn ich sie in der Stadt oder in der AKN treffe, erkennen wir uns und können uns unterhalten.“

Beim „Fest ohne Grenzen“ sollen außer neuen Bekanntschaften auch die Kinder im Mittelpunkt stehen. „Für sie wird es diverse Spiele, Glitzertattoos und die beliebte Rollrutsche geben“, so Quoirin-Nebel. Außerdem können die Kleinen Schiffchen basteln, im Sand nach Schätzen suchen und Blumenkränze binden. Wer es sportlich mag, kann sich beim Tauziehen, Beachvolleyball oder Tischtennis messen. Aktivitäten auf oder im Wasser werde es aber nicht geben. „Das ist zu gefährlich“, so Quoirin-Nebel.

Starten wird das Fest mit dem Auftritt der Artistin Aleks Hoop.
Aleks Hoop

Starten wird das Fest mit dem Auftritt der Artistin Aleks Hoop.

 

Starten wird das Fest mit dem Auftritt der Artistin Aleks Hoop, die eine Hula-Hoop-Jonglage zeigen wird. Anschließend bietet sie den Besuchern an, den Umgang mit den schmalen Reifen zu lernen. Hoop selbst kann mehrere dutzend von ihnen auf einmal um ihren Körper kreisen lassen. Ein weiterer Höhepunkt soll der Auftritt der Band Opatan werden. Die beiden Musiker, die in Hamburg leben, spielen traditionelle Stücke aus dem Süden des Iran – mit afro-orientalischen Einflüssen – und laden die Zuhörer dabei zum Mittanzen ein. „Ihre Musik ist sehr rhythmisch und mitreißend“, so Quoirin-Nebel.

Die Organisatoren und die etwa 25 Helfer vom Integrationszentrum Leuchtturm, dem Verein Flüchtlingshilfe, DLRG, BMTV, Maltesern, Spieliothek und Caritas – hoffen auf gutes Wetter und viele Besucher, sagt Quoirin-Nebel. Der Eintritt zum Fest ist kostenlos.

Unterstützung: Hilfe für Füchtlinge hat sich verändert

Das Team des Integrationszentrums Leuchtturm kümmert sich um etwa 350 Flüchtlinge, die in Barmstedt sowie den Amtsgebieten Rantzau und Hörnerkirchen wohnen. Die Hilfe habe sich seit dem Beginn vor drei Jahren verändert, sagt Leiterin Silke Beckmann. „Damals ging es um Wohnraum und Ausstattung. Jetzt vor allem um Schulanmeldungen, Sprachkurse für Frauen, Hilfe bei der Berufsschule und Anträge, etwa für Elterngeld.“ Hinzu käme Hilfe bei der Suche nach eigenen Wohnungen und Mietverträgen. „Bei der Integration sind wir auf einem guten Weg“, ergänzte Bürgermeisterin Heike Döpke.

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