Amt Rantzau : Solide Finanzen, unsichere Zeiten

Damit das Haushaltsloch ausgeglichen werden kann, müssen die Steuern erhöht werden.
Erträge von 1.935.000 Euro im Ergebnishaushalt stehen 2.025.000 Euro an Aufwendungen gegenüber.

Kaum Spielraum im Haushalt 2014: Die Verwaltung rechnet bislang mit einem Fehlbetrag von knapp 90.000 Euro.

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13. November 2013, 12:00 Uhr

Wenige Investitionen, ein geringerer Amtsumlagesatz und ein kleiner Fehlbetrag – der Haushaltsentwurf für das Jahr 2014 des Amts Rantzau kommt unspektakulär daher. Die Verwaltung wirtschaftet vorsichtig, denn Spielraum gibt es nicht viel, berichten Hauptamtsleiter Heinz Brandt und Kämmerin Carola Warncke. Bei der Beurteilung der aktuellen Haushaltslage geben sich beide vorsichtig. Grund: Zweifel gibt es hinsichtlich der Kreisumlage. Falls diese erhöht werden würde, könnte sich die Situation im Amt schnell verändern. Die Politiker werden am 25. November über den Finanzplan entscheiden.

Erträge von 1 935 000 Euro im Ergebnishaushalt stehen 2 025 000 Euro an Aufwendungen gegenüber – unterm Strich bleibt also ein Minus von etwa 90 000 Euro. Die Planung sei dabei aber immer eine vorsichtige Geschichte, sagt die Kämmerin: „Wenn wir den Rechnungsabschluss 2014 irgendwann einmal sehen, gehe ich davon aus, dass das Minus wesentlich geringer ausfällt“, so Warncke. Der Fehlbetrag kommt unter anderem deswegen zustande, weil die Mitglieder des Finanzausschusses sich vor Kurzem darauf verständigt hatten, den Amtsumlagesatz auf 20,25 Prozent zu reduzieren. Das soll über Rücklagen ausgeglichen werden.

„Größere Investitionen haben wir nicht“, erläutert der Hauptamtsleiter. Größter Posten im Haushalt seien naturgemäß die Personalkosten – die schlagen mit 1,4 Millionen Euro zu Buche. Damit ist der Spielraum im Haushalt eher gering. „Ein bisschen Luft für Unvorhergesehenes sollte aber schon da sein“, meint Brandt.

Obwohl das Amt über liquide Mittel von 480 000 Euro zum Jahresende verfügt, sind Brandt und Warncke mit ihrer Einschätzung der finanziellen Situation des Amts vorsichtig: „Das kann sich schon in kurzer Zeit ändern, wenn man beispielsweise daran denkt, dass der Kreis über eine erhöhte Kreisumlage möglicherweise mehr Mittel bei uns abschöpfen wird .“ Der Umlagesatz liegt derzeit bei 39 Prozent. Marc Trampe, Pressesprecher des Kreises, hatte aber aufgrund der desaströsen Finanzen eine Erhöhung um 2,2 Prozent ins Gespräch gebracht. „Wenn da noch zwei Prozent drauf kommen, das würde unsere Kommunen ganz erheblich belasten“, so Brandt. Auch im Finanzausschuss hatten die Politiker dieses Szenario vor Kurzem diskutiert. Sie schlugen vor, dass der Amtsausschuss daher eine Resolution gegen eine Erhöhung der Kreisumlage beschließen sollte – gerichtet an den Kreispräsidenten.

Ebenfalls kritisierten einige Ausschussmitglieder, dass vorerst 6000 Euro im Haushalt dafür bereit stehen, die Gas- und Stromversorgung für sämtliche Verbrauchsstellen der Gemeinden sowie des Amtes über eine Firma regelmäßig neu auszuschreiben. „Das müssten wir mit unserem Personal auch selber können“, meinte Reinhold Mattai (SPD). Das verneinte der Hauptamtsleiter: „Das muss europaweit ausgeschrieben werden. Dies sind Möglichkeiten, die wir als Behörde nicht haben.“ Zu Ende geführt wurde die Diskussion noch nicht: „Da werden weitere Erläuterungen folgen“, so Brandt.

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