Barmstedt : Sieben Neue in der Stadtvertretung

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Barmstedts wichtigstes Gremium wächst auf 23 Mitglieder. Mehrere Politiker sind zum ersten Mal dabei.

shz.de von
08. Mai 2018, 15:56 Uhr

Barmstedts Stadtvertretung wächst: Nach der Kommunalwahl werden dem Gremium 23 Politiker angehören – vier mehr als bislang. Die meisten von ihnen – sechs – stellt die CDU, einen mehr als bisher. Die FWB wird weiterhin fünf Vertreter entsenden, die SPD fünf statt vier und die BALL fünf statt drei. Die Grünen werden mit zwei Politikern vertreten sein.

Unter den künftigen Stadtvertretern finden sich mehrere neue Gesichter: in der BALL sind es Herbert Flick, Klaus Kuberzig und Henrik Pünner, in der FWB Klaus Siefke und Susanne Rattay, in der SPD ist es Patrick Laas und in der CDU Friederike Schmidt. Uwe Runge (CDU) hatte zu Beginn auch der letzten Stadtvertretung angehört, war aber später ausgeschieden. Schmidt, Siefke, Rattay, Laas und Pünner holten in ihren Wahlbezirken jeweils aus dem Stand ein Direktmandat. Über die Liste ziehen für die CDU Runge, Hauke Johannsen und Ortwin Schmidt, für die SPD Hans-Christian Hansen und Annette Bremer-Wilms, für die FWB Axel Schmidt, für die BALL Günter Thiel. Kuberzig und Flick sowie für die Grünen Marina Quoirin-Nebel und Claus-Peter Jessen in die Stadtvertretung ein. Nicht mehr dabei sein werden Norbert Bollweg (CDU), Michael und Christian Schönfelder (beide FWB) und Mareyke Herrmann (BALL). Michael Schönfelder und Mareyke Herrmann hatten nicht mehr kandidiert.

Die Ziele der Parteien sind unterschiedlich: Während die CDU vor allem auf sparsame Haushaltsführung Wert legt und den Durchgangsverkehr in der Innenstadt reduzieren will, wollen BALL und SPD mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und weitere Ärzte ansiedeln. Die FWB will sich für „moderates Wachstum“ und eine bessere Digital-Ausstattung der Schulen einsetzen, Die Grünen möchten den Radverkehr stärken und den Lärmschutz verbessern.

Die Umstellung von fünf auf zwölf Wahlbezirke habe unterm Strich gut funktioniert, berichtete Wahlleiter Heiko Lichy gestern. Allerdings hätten offenbar viele Bürger ihre Wahlbenachrichtigung nicht gelesen und seien daher zunächst in das ihnen bekannte Wahllokal gegangen – das oft nicht mehr das richtige war. Nach Informationen unserer Zeitung verweigerten manche von ihnen den Gang in das richtige oder zerrissen gar ihre Wahlbenachrichtigungen.

Für die Verwaltung sei zwar das Zusammentragen der Ergebnisse aufwändiger gewesen, „weil es mehr Wahlvorstände und daher mehr Fragen an uns gab als sonst“, sagte Lichy – aber dafür hätten die Ergebnisse schneller vorgelegen, weil jeder Bürger – anders als noch 2013 – nur eine Stimme hatte und daher das Auszählen leichter gewesen sei. „Die Ergebnisse lagen diesmal schon gegen 21.15 Uhr vor“, sagte Lichy.

Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr mit 48,3 Prozent leicht unter der vor fünf Jahren (50,5 Prozent). „Damit lagen wir aber ungefähr im Landesdurchschnitt“, erklärte Lichy.

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