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Willkommene Verstärkung in Hemdingen : Sie unterstützen Kinder und Lehrer

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Schulpädagogin und Schulassistentin helfen an der Grundschule Hemdingen im Alltag.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Hemdingen | Sie sind Ansprechpartner für Eltern, Kinder und Lehrer, und arbeiten als Vermittler, Ratgeber und Unterstützer: Seit etwas mehr als einem Jahr hat die Grundschule Hemdingen eine Schulpädagogin, seit drei Monaten auch eine Schulassistentin. Beide seien eine wertvolle Verstärkung des Schulteams, berichtet Schulleiterin Regina Knösel mit Blick auf die ersten Monate und das erste Jahr der Zusammenarbeit. Die Diplom-Pädagogin Kristin Altmann arbeitet seit dem 1. März 2015 in Hemdingen und unterstützt auch die Grundschule in Bokholt-Hanredder. Maren Hölscher ist seit dem 1. Februar als Schulassistentin tätig. Die beiden Frauen verbindet unter anderem der gemeinsame Wohnort: Sie kommen beide aus Lutzhorn.

Bei ihrem Amtsantritt in Hemdingen habe sie sich umgehend eine Schulsozialpädagogin für die Schule gewünscht, so Knösel – „auch für uns Lehrkräfte. Auch wir gehen zur Sozialpädagogin und lassen uns Ratschläge geben. Für uns ist das ganz wichtig, jemanden zu haben.“ In erster Linie, so Altmann, sei die Pädagogin aber für die Kinder da. „Ich vertrete die Interessen der Schüler.“ Zudem sei die Schulpädagogin aber auch Ansprechpartner für Eltern und Kooperations-Partner für Lehrer. „Es kommen Kinder zu mir, die Streit haben und dann Unterstützung brauchen, den Konflikt zu lösen.“ Unter ihrer Anleitung seien auch bereits Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet worden. Lehrer würden sich hingegen bei Problemen mit auffälligen Kindern an sie wenden. „Für mich ist ein Kind nicht verhaltensauffällig, sondern originell“, sagt Altmann. Die wichtige Frage sei dann: Welche Bedürfnisse des Kindes sind nicht erfüllt? „Ich schaue dann: Wo kommt das her? Und welche Hilfe brauchen Kind und Eltern?“ Im Gespräch mit den Eltern würden dann Lösungen gesucht. Ihr Hauptaugenmerk liege auf der sozial-emotionalen Schiene, so Altmann. Es gehe viel darum, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus herzustellen, ergänzt Knösel.

Altmann hat nach ihrem Studium erst in einem Altenheim und anschließend 20 Jahre in der Werbung gearbeitet. Zudem war sie parallel in der Familienbildungsstätte aktiv. „Ich liebe es, mit Menschen umzugehen“, sagt sie. „Ich bekomme viele positive Rückmeldungen und mache das, was ich mache, richtig gern.“

Bei der Schulassistentin Maren Hölscher steht hingegen die Unterstützung während des Unterrichts an erster Stelle. „Wir sind sehr froh über die Hilfe. Wir haben lange darauf gewartet“, sagt Knösel. Seit Anfang des Schuljahres hätten die Grundschulen in Schleswig-Holstein sukzessive die Assistenzkräfte zur Seite gestellt bekommen. Der Schwerpunkt liege dabei auf den Klassen eins und zwei. „Die Hilfe ist für uns sehr wertvoll“, betont die Schulleiterin – „gerade was das Einüben von schulischen Ritualen angeht“.

„Ich bin im Unterricht dabei. Außerdem habe ich manchmal Kleingruppen, mit denen ich rausgehe, um bei den Aufgaben zu helfen – natürlich immer in Absprache mit den Lehrern“, berichtet Schulassistentin Maren Hölscher, die gelernte Erzieherin ist. „Die Schüler haben so noch einmal außer den Lehrern einen anderen Ansprechpartner an ihrer Seite. Der Job macht mir sehr viel Spaß. Und ich habe sehr nette Kollegen“, sagt Hölscher. Eine Stellenbeschreibung für den Schulassistenten gebe es nicht, berichtet Knösel. „Wir haben da viele Freiheiten.“ So seien in gemeinsamen Gesprächen Ziele entwickelt und Routinen aufgebaut worden. „Das kann sich aber von Schuljahr zu Schuljahr ändern“, betont die Schulleiterin mit Blick auf die Flexibilität.

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