"Sie sind hier falsch": Szenen aus den Wahllokalen

Katja Wöhlk (von links), Günter Krohn, Jan-Frederic Rattay, Florian Langmaack und Birgit Engel halfen in der Arche-Noah-Kita. emeRolf Steinhoff (von links), Carolin Busse, Horst-Werner Kath und Karin Zeuner-Kath waren für den Wahlkreis 3 zuständig. dic
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Katja Wöhlk (von links), Günter Krohn, Jan-Frederic Rattay, Florian Langmaack und Birgit Engel halfen in der Arche-Noah-Kita. emeRolf Steinhoff (von links), Carolin Busse, Horst-Werner Kath und Karin Zeuner-Kath waren für den Wahlkreis 3 zuständig. dic

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27. Mai 2013, 01:14 Uhr

Barmstedt | "Sie sind hier falsch", sagt Katja Wöhlk zu der Familie, die ihre Wahlscheine vorzeigt. "Sie müssen in die andere Kita." Wöhlk sitzt zusammen mit Florian Langmaack, Günter Krohn und Jan-Frederic Rattay im Wahllokal Arche-Noah-Kita, wo 1528 Barmstedter ihre Stimmen abgeben dürfen. Bis 16 Uhr haben knapp 50 Prozent davon Gebrauch gemacht. "Es tröpfelt so vor sich hin", sagt Wöhlk, die schon häufiger Wahlhelferin war. Der 17-jährige Rattay hat sich für das Ehrenamt gemeldet, weil er findet, "dass man nicht die ganze politische Arbeit der älteren Generation überlassen sollte. Und weil ich jetzt alt genug, um mich politisch engagieren zu dürfen, mache ich das auch."

Bei Kaffee und ein bisschen Kuchen absolvieren die Wahlhelfer die zweite Schicht, die um 13 Uhr begonnen hat. Manche Wähler beschweren sich bei ihnen über politische Entscheidungen wie die Straßenausbaubeiträge und die Dichtheitsprüfung - ändern können die Wahlhelfer das aber auch nicht. Einen Satz wird Wöhlk wohl noch im Schlaf aufsagen können: Mit den Worten "Die können Sie wieder mitnehmen - falls es ne Stichwahl gibt" drückt sie jedem Wähler die Wahlbenachrichtigungskarte wieder in die Hand.

In der Grund- und Gemeinschaftsschule (Wahlkreis 3) hatten bis 16 Uhr zirka 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. "Im Vergleich zu früheren Wahlen ist mehr los", berichtet Rolf Steinhoff, der gemeinsam mit Carolin Busse, Detlef Pust, Horst-Werner Kath und Karin Zeuner-Kath die Nachmittags-Schicht übernommen hatte. Bis auf Busse und Pust sind alle erfahrene Wahlhelfer. "Es bringt Spaß und man sieht zahlreiche Barmstedter wieder", sagt Kath. Steinhoff ergänzt: "Ich beteilige mich gern am demokratischen Prozess." Ausgezählt wurde in allen Lokalen zu zehnt: Auch die Vormittags-Schicht half mit.

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