GSS Barmstedt : Sie ist die neue Schulleiterin

Treuer Begleiter: Barmstedts neue GSS-Leiterin Margit Böttcher mit Alfons, der als Schulhund ausgebildet ist.
Treuer Begleiter: Barmstedts neue GSS-Leiterin Margit Böttcher mit Alfons, der als Schulhund ausgebildet ist.

Margit Böttcher aus Halstenbek übernimmt die Leitung von Barmstedts größter Schule.

shz.de von
17. August 2018, 16:00 Uhr

Barmstedt | Die lange Suche hat ein Ende – die Barmstedter Gottfried-Semper-Schule (GSS) hat eine neue Leiterin. Margit Boettcher (53) wird die Einrichtung mit 950 Schülern ab Montag leiten. Seit einigen Tagen arbeite sie sich schon ein, berichtet die Halstenbekerin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Zuerst habe ich einen Rundgang gemacht und mir alle Gebäude vom Dachboden bis zum Keller angesehen.“ Die Anlage sei es auch gewesen, die den Ausschlag für ihre Bewerbung gegeben habe, sagte Böttcher. „Mein erster äußerer Eindruck war sehr positiv. Der Schulhof ist schön angelegt, und es ist alles sehr gepflegt.“ Auch das Konzept der Schule – es wird viel Wert auf Inklusion und Kooperation gelegt – habe sie sehr angesprochen.

Bevor sie sich in Barmstedt bewarb, hat Böttcher 14 Jahre lang in Pinneberg an der Grund- und Gemeinschaftsschule Quellental gearbeitet. „Sie war etwas kleiner, aber ansonsten vergleichbar“, sagt Böttcher, die gern im Team arbeitet und sich auf ihre neue Aufgabe freut. „Ich hatte schon länger damit geliebäugelt, eine Schulleitung zu übernehmen“, sagt sie. Als sie von der freien Stelle in Barmstedt erfuhr, habe sie die Chance ergriffen und sich beworben.

Wäre es nach ihrem Vater gegangen, hätte sie etwas anderes gelernt, erzählt Böttcher, die aus Solingen (Nordrhein-Westfalen) stammt, lächelnd. „Er wollte, dass ich Einzelhandelskauffrau für Stahlwaren werde.“ Doch sie entschied sich nach dem Abitur dafür, Grafikdesign zu studieren. 1989 wurde sie Mutter und arbeitete zunächst weiter als selbstständige Grafikdesignerin. „Doch als meine Tochter älter wurde, habe ich mir überlegt, nochmal was anderes zu machen.“ So habe sie ins Lehramtsstudium reingeschnuppert – und nach einem Semester gewusst: „Das ist es!“

Sie studierte in Hamburg Geschichte und Biologie für Grund- und Mittelstufe. In Barmstedt werde sie sechste und siebte Klassen insgesamt 8,5 Stunden pro Woche in Naturwissenschaften und Philosophie unterrichten. Und falls es klappt und ihr Antrag genehmigt wird, wird Böttcher dabei nicht allein im Klassenzimmer stehen: „Ich möchte gern Alfons als Schulhund mitbringen“, sagt sie. Ihr 5-jähriger Labrador-Pudel-Mischling sei als Schulhund ausgebildet, haare nicht und sorge für eine entspannte Atmosphäre, weiß Böttcher, die Alfons schon in Pinneberg an ihrer Seite hatte. „Die Klasse wird dann gleich ruhiger.“

Als erstes großes Projekt sieht Böttcher die Vereinheitlichung der Unterrichtszeiten an. Zurzeit werden die Grundschüler 60 Minuten, die älteren Jahrgänge 45 oder 90 Minuten unterrichtet. Zudem sind die Anfangszeiten unterschiedlich. Es gebe bereits eine AG, die sich des Themas angenommen habe, sagt Böttcher. Sie hoffe, eine zufriedenstellenden Lösung zu finden, und betont: „Man sollte das gemeinsam entwickeln. Überstülpen möchte ich nichts.“ Schön würde sie es zudem finden, „wenn ich viel direkten Kontakt zu den Schülern hätte“.

In ihrer Freizeit gehe sie gern mit Alfons spazieren oder besuche mit ihm die Hundeschule, erzählt Böttcher. Außerdem unternehme sie gern etwas mit ihrem Mann – einem Architekten –, mit dem sie in zweiter Ehe verheiratet ist und der zwei Söhne in die Ehe brachte. „Wir fahren zum Beispiel mit unserem Wohnwagen in den Urlaub oder auch mal nur für ein Wochenende weg.“

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