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Barmstedter Zeitung

20. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Barmstedt : Seniorenheim: Pflegesätze steigen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Eigenanteil für die Bewohner erhöht sich ab Mai um bis zu 146 Euro pro Monat. Die Verhandlungen übe den Haustarif sollen bald starten.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2015 | 15:53 Uhr

Barmstedt | Auf die Bewohner des Seniorenheims Barmstedt/Rantzau kommen höhere Kosten zu: Ab Mai sollen die Pflegesätze angehoben werden. Das hat Verbandsvorsteherin Heike Döpke mitgeteilt. Einer der Gründe dafür ist die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung für die Beschäftigten, die ab März wirksam wurde. Die Erhöhungen der Pflegesätze richten sich nach der Pflegestufe; sie reichen von 80 bis 146 Euro pro Monat.

Die Erhöhungen sind das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Heim, den Pflegekassen und dem Kreis Pinneberg. „Die Sätze beinhalten sowohl die Personalkosten für die Pflege als auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, in denen auch die Kosten für das hauswirtschaftliche Personal und die Reinigungskräfte enthalten sind“, erklärte Seniorenheim-Geschäftsführer Christoph Merker. Außerdem seien die Investitionskosten für den Bau des Heims berücksichtigt, die jedoch stabil bleiben.

Von den 91 Bewohnern sind zurzeit neun in der Pflegestufe 0, 36 in der Pflegestufe 1, 29 in der Pflegestufe 2 und 17 in der Pflegestufe 3. Etwa 30 Prozent der Bewohner seien Sozialhilfeempfänger. Ihre Eigenanteile übernehme der Kreis.

Das Ziel, die Personalkosten zu senken, um das Defizit des Heims weiter zu reduzieren, ist etwas näher gerückt: „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Döpke. Wie berichtet, hatten sich die Mitarbeiter einverstanden erklärt, über die Einführung eines Haustarifs zu verhandeln. Dafür muss die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi – über die die Verhandlungen laufen – noch zustimmen. Das steht offenbar kurz bevor, wie Döpke berichtete.

In den vergangenen Jahren konnte das Defizit von etwa 900  000 auf etwa 350  000 Euro gesenkt werden. Der Trend ist also positiv – doch dass das Heim je dauerhaft in   die schwarzen Zahlen kommt, bezweifelt Döpke. „Auf eine schwarze Null wage ich nur vorsichtig zu hoffen“, sagte sie. Zumindest müsse das Defizit aber so stark reduziert werden, „dass alle Verbandsgemeinden und die Stadt Barmstedt es noch tragen können“.

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