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„Man bekommt viel Liebe zurück“ Porträt : Seit 1977 arbeitet Vera Lüdemann im Kindergarten Hemdingen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Man bekommt viel Liebe zurück“ sagt Vera Lüdemann. Die Arbeit mit Kindern war ihr angestrebter Beruf.

Hemdingen | Es war ein großer Bahnhof für Hemdingens Kindergarten-Leiterin Vera Lüdemann: Anfang April feierte sie bei der Einrichtung ihr 40-jähriges Dienstjubiläum. Nun kehrt allmählich wieder der Alltag ein, worüber sie erleichtert sei, wie sie berichtet. „Es war schon ein großer Trubel.“

Geboren wurde Lüdemann in Schmalfeld (Kreis Segeberg), wo sie zur Volksschule ging und anschließend nach Kaltenkirchen auf die Realschule wechselte. Es folgte ein Vorpraktikum und danach eine zweijährige Ausbildung zur Erzieherin an der Fachschule für Sozialpädagogik in Pinneberg. Der Ausbildungsabschluss war ein Anerkennungsjahr beim DRK Quickborn.

„Ich wusste schon immer, welchen Beruf ich einmal ergreifen wollte“, erklärt Lüdemann. „Das hat sicherlich damit zu tun, dass ich mehrere Geschwister hatte, die ich beaufsichtigen musste.“ Weitere Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammelte sie unter anderem im Jugendfreizeitbereich, wo sie ehrenamtlich arbeitete. Später hatte sie nicht nur beruflich, sondern auch privat viel mit Kindern zu tun: Ihr Lebenspartner brachte sie mit in die Beziehung ein. „Kinder sind vielleicht bisweilen anstrengend, aber man bekommt von ihnen auch viel Anerkennung und Liebe zurück“, so Lüdemann, die immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge hat. Während eines Sprechtags erhalten sie Gelegenheit, ihre Wünsche und Probleme zu äußern und auch Kritik zu üben.

1977 kam Lüdemann zum Hemdinger Kindergarten, wo sie auch heute noch arbeitet. Damals bestand der Kindergarten nur aus einem Holzhaus. Mittlerweile ist der Bereich mehrfach umgebaut worden. Erst jüngst erstand dort ein Anbau für die neue Krippe. Aktuell gibt es in der Einrichtung zehn Gruppen sowie zweimal wöchentlich einen Spielkreis. Wichtig ist der Leiterin der intensive Kontakt und der Austausch mit den Eltern sowie die Einbindung der Kinder in die Prozesse im Haus. Nichts soll über ihre Köpfe hinweg entschieden werden. „Die Arbeitsatmosphäre bei uns ist familiär. Das ist auch gewollt, denn wenn sich die Kollegen hier nicht wohl fühlen, leidet die Qualität der Arbeit darunter.“

Als Zukunftsprojekt für „ihren“ Kindergarten hat Lüdemann ein neues Haus angepeilt, da aufgrund der starken Nachfrage einfach etwas passieren müsse. In früheren Jahren hat Lüdemann sehr viel Sport getrieben. So spielte sie beispielsweise 15 Jahre lang beim SSV Schmalfeld Fußball und wechselte später zum Volleyball. Diese Sportlichkeit kommt ihr bei ihrer Arbeit entgegen, wo sie eigentlich ständig in Bewegung ist.
In der ihr verbleibenden Freizeit radelt Lüdemann gern mit ihrem Lebensgefährten oder ist mit dem Motorrad unterwegs, wobei längere Touren im Frühjahr und Herbst durch Schleswig-Holstein und Niedersachsen führen. Durch Deutschland geht es mit dem Wohnmobil, wobei jede Reise unter einem Motto wie beispielsweise Seen und Flüsse steht. In Zukunft sollen außerdem verstärkt Städtebesichtigungen auf dem Programm stehen.
 

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erstellt am 27.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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