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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 19:01 Uhr

Barmstedt : Schwelbrand im Seniorenheim

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Großeinsatz in der „Waldburg“: Hausmeister nach Löschversuch im Krankenhaus.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Bei dem Versuch, einen Schwelbrand im Keller des Barmstedter Seniorenheims „Waldburg“ zu löschen, ist am Dienstagmorgen der Hausmeister (38) leicht verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Elmshorner Krankenhaus eingeliefert. Alle weiteren Mitarbeiter und die 92 Bewohner des Heims blieben unverletzt.

Wie Polizeisprecherin Sabine Zurlo auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, hatte der Hausmeister den Schwelbrand im Stromversorgungsraum gegen 8.45 Uhr entdeckt. Laut Barmstedts Wehrführer Uwe Schinkel brannte die Batterie eines Notstromaggregats – genauer gesagt: „Sie qualmte vor sich hin.“ Der Hausmeister löschte sie mithilfe eines Feuerlöschers und alarmierte anschließend die Feuerwehr. Um 8.57 Uhr rückte die  Barmstedter Wehr mit 16  Einsatzkräften und drei Fahrzeugen aus. Zur Unterstützung fuhr die Bokholter Wehr mit einem Fahrzeug zum Heim an der Moltkestraße.

Zwischenzeitlich war der Hausmeister erneut in den Keller gegangen, um sich zu vergewissern, ob sein Löschversuch erfolgreich war. Doch er musste feststellen: „Es brannte schon wieder“, sagte Zurlo. Der 38-Jährige griff erneut zum Feuerlöscher. Den Rest erledigten die mittlerweile eingetroffenen Brandbekämpfer. „Wir haben uns danach noch vergewissert, dass das Feuer endgültig aus war, und konnten dann den Einsatz nach einer Dreiviertelstunde beenden“, so Schinkel.

Der Hausmeister schien seine Löschversuche zunächst unbeschadet überstanden zu haben. „Etwas später klagte er aber doch über Unwohlsein und wurde deshalb vorsorglich ins Krankenhaus gebracht“, so Zurlo. Vermutlich habe er giftige Dämpfe eingeatmet und die Folgen wegen der Stress-Situation zunächst nicht bemerkt. „Er hat aber nichts falsch gemacht“, betonte Zurlo. Gestern Nachmittag war er noch im Krankenhaus, wie eine Mitarbeiterin mitteilte. „Sie haben ihn zur Beobachtung dabehalten.“

Eine Evakuierung des Heims sei glücklicherweise nicht erforderlich gewesen, sagte Schinkel. Die Bewohner des Erdgeschosses waren von den Mitarbeitern aber vorsichtshalber in den Garten geleitet worden. „Ein Schreck war’s schon“, sagte eine Mitarbeiterin – und dankte der Feuerwehr, die „sofort vor Ort gewesen“ sei.

Bei der Feuerwehr sei Vollalarm ausgelöst worden, „weil ein Einsatz im Altenheim großes Gefahrenpotenzial bergen kann“, wie Schinkel erklärte. Daher seien „alle verfügbaren Barmstedter und auch die Bokholter Kameraden“ ausgerückt.

Als Brandursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt. Bereits kurz nach dem Einsatz war ein Elektriker vor Ort, um den Schaden zu beheben. „Jetzt läuft alles wieder“, berichtete eine Mitarbeiterin am Nachmittag. Schaden am Gebäude sei nicht entstanden, teilte die Polizeisprecherin mit.

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