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Prävention in Hemdingen : Schutz vor Dieben und Betrügern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kriminalkommissar Carsten Wegner klärt Hemdinger Senioren auf. Wertvolle Tipps gegen Gefahren im Alltag.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 13:00 Uhr

Hemdingen | Viele Diebe und Betrüger richten ihre kriminellen Aktivitäten vorzugsweise gegen ältere Menschen, weil sie glauben, sie leichter übertölpeln und um ihr Geld oder Eigentum bringen zu können. Glücklicherweise gibt es Kriminalkommissar Carsten Wegner von der Polizeidirektion Bad Segeberg, der seit Jahren mit seiner Präventionsarbeit dagegen wirkt. Seinen jüngsten Vortrag hielt er im Rahmen des Herbstfestes vor den Hemdinger Senioren, um sie über die Tricks der Diebe und Betrüger aufzuklären und ihnen wertvolle Tipps mit nach Hause zu geben. So warnte er unter anderem vor Gefahren an der Haustür, am Telefon, im Internet und vor den Gefahren unterwegs.

Es gibt eine Gruppe von Kriminellen, die gezielt Senioren aufsuchen, um sie zu bestehlen. Sie klingeln an der Haus- beziehungsweise Wohnungstür und versuchen, sich unter einem Vorwand Eintritt zu verschaffen, indem sie beispielsweise um ein Glas Wasser bitten. Wenn die Tür nicht ganz geschlossen ist, kann ein zweiter Täter unbemerkt eintreten und die Räume nach Wertsachen durchsuchen.

„Vorsicht ist aber auch vor Tätern geboten, die vorgeben, die Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufzusuchen, beispielsweise als Polizeibeamter, Gerichtsvollzieher oder Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke“, so Wegner. Er riet den Zuhörern, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen, die Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre zu öffnen und, wenn keine vorhanden ist, durch die geschlossene Tür zu sprechen. Bei unseriösen Haustürgeschäften geht es den Kriminellen darum, eine Unterschrift unter einem Vertrag zu erhalten. Es sei wichtig zu wissen, dass Verträge, die bei solchen Haustürgeschäften abgeschlossen würden, innerhalb von 14 Tagen wiederrufen werden könnten, so Wegner. Grundsätzlich gelte, nichts an der Haustür zu kaufen oder zu unterschreiben.

Zu den Gefahren am Telefon zählen unter anderem falsche Gewinnversprechen. Wer damit konfrontiert ist, sollte sich bewusst machen, ob er überhaupt an einer Lotterie teilgenommen hat und niemals Geld ausgeben, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern. Des Weiteren sollten keine persönlichen Informationen wie Telefonnummern, Adressen, Kontaktdaten, Bankleitzahlen und dergleichen mehr weitergegeben werden.

Auch im Internet sind Kriminelle unterwegs. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, sorgsam mit den persönlichen Daten umzugehen. „Bei der Eingabe von Kontodaten bitte eine verschlüsselte Verbindung benutzen“, legte der Polizeikommissar den Zuhörern nahe. „Geben Sie niemals die Zugangsdaten zum Online-Banking ein, wenn Sie per E-Mail dazu aufgefordert werden: Das macht keine Bank.“ Handtaschenraub gehört zu den „Gefahren unterwegs“. Wer in eine solche Situation gerät, sollte die Handtasche loslassen und keinen Widerstand leisten, damit die Täter keine Gewalt anwenden. Nach dem aufschlussreichen Referat nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, sich mit Verständnis- und Wissensfragen an den Polizeibeamten zu wenden.

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