Gemeinderat gegen Abspaltung : Schule in Bokholt soll weiter der James-Krüss-Schule in Barmstedt angehören

Die Zukunft der Bokholter Schule wurde zum Gegenstand einer Debatte im Gemeinderat.
Die Zukunft der Bokholter Schule wurde zum Gegenstand einer Debatte im Gemeinderat.

Trotz wachsender Schülerzahlen spricht sich der Gemeinderat dafür aus, dass die Bokholter Schule weiter der James-Krüss-Schule in Barmstedt angehört.

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18. Juni 2015, 10:00 Uhr

Bokholt-Hanredder | Die Schule der Gemeinde Bokholt-Hanredder soll zunächst nicht wieder eigenständig werden. Einstimmig votierten die Politiker während der Gemeindevertretersitzung im Bürgerhaus dafür, die Grundschule unter dem Dach der James-Krüss-Schule (JKS) in Barmstedt zu belassen, zumal sie keine Vorteile für die Eigenständigkeit erkannten. Seit dem Schuljahrsbeginn 2008/09 ist die Schule an die JKS angekoppelt. Eine neue Eigenständigkeit aufgrund wachsender Schülerzahlen wurde diskutiert. Anke Bothe, Schulleiterin der JKS und der Außenstelle in Bokholt-Hanredder, hatte Bürgermeister Wolfgang Mohr darauf aufmerksam gemacht. So besuchten 2010 76 Kinder die Einrichtung und aktuell 84 Schüler. Bothe kam während der Sitzung zu Wort. „Es gibt eine Experimentierklausel, nach der eine Schule mit einem guten pädagogischen Konzept auch unter die Mindestmarke von 80 Schülern rutschen kann“, sagte sie.

Die Grundschule habe einen guten Ruf, und sie könne sich die Vision vorstellen, dass Schule und Kindergarten gemeinsam eine pädagogische Verbindung aufbauten. „Wir können leider nicht alle Projekte, die wir in der JKS durchführen, in die Zweigstelle übertragen, weil dort die Räumlichkeiten fehlen“, so Bothe.

„Das einzige Kriterium einer Schulschließung ist die Schülerzahl“, hatte Mohr von Schulrat Michael Doppke erfahren. Bei der Selbstständigkeit müsste eine Schulleiterstelle ausgeschrieben werden, und Dorfschulen seien finanziell eher nicht interessant.“ „Wie sollen wir zudem die Schülerzahl bei der Beantragung der Selbstständigkeit mit einem Drittel von auswärtigen Kindern verlässlich nachweisen?“, gab Mohr in die Runde. Zumal die eigene Schülerzahl in der Gemeinde sinke. Elternvertreter sagten, dass sie sehr zufrieden mit dem ist-Zustand seien. Das pädagogische Konzept und die Kommunikation seien stimmig. Es sei schwierig, Anke Bothes gute Arbeit zu ersetzen. „Wir sollten den Status ohne Zeitfenster beibehalten, aber auch kein Zukunftskonzept verwerfen“, bündelte Svenja Fresemann von den Freien Wählern die Meinungen der politischen Vertreter.

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