Hemdingen : Schüler tüfteln bei der Mini-Phänomenta

Ergründeten das Rätsel der optischen Täuschung: Leo (links)  sowie Jonas und seine Mutter Christina.
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Ergründeten das Rätsel der optischen Täuschung: Leo (links) sowie Jonas und seine Mutter Christina.

Kinder experimentieren zwei Wochen lang in der Grundschule Hemdingen.

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27. Januar 2015, 16:00 Uhr

Hemdingen | Wie stark darf man eine liegende Leiter kippen, damit der große Schaumstoffwürfel zwischen jede Sprosse gleitet und nicht aus der Bahn hüpft? Diese und andere spannende Fragen sind jüngst während der Mini-Phänomenta in der Grundschule Hemdingen beantwortet worden. Zwei Wochen lang testeten die kleinen Forscher die Exponate während der Pausen, in denen Eltern sich zur Aufsicht bereit erklärt hatten. Zum Familientag waren Eltern, Geschwister und Großeltern eingeladen, gemeinsam mit den Kindern die Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik zu ergründen.

In mehreren Klassenräumen waren die Exponate aufgebaut worden. Auf dem Flur standen die „unkaputtbaren“ Experimente. 130 Kinder und mindestens 80 Eltern tummelten sich am Familientag in den Räumen und experimentierten, probierten und diskutierten begeistert. Jonas (7) legte zwei gekrümmte Holzstücke aneinander und fragte seine Mutter: „Welches Stück ist größer?“ Das obere sah wesentlich kleiner aus, die Einschätzung unterliegt jedoch einer optischen Täuschung.

Große und kleine Forscher versuchten, das Geheimnis zu lüften, was passiert, wenn ein Rohr ins Wasser gestellt wird. Mathis hatte die Idee: Er stopfte ein Handtuch in das Rohr und stellte es in das Wasser. Das Handtuch blieb trocken. Der Neunjährige tüftelte zudem gemeinsam mit Marc (10) und Daniel (9) an Stromkreisen. „Wenn Strom fließt, piept es, das ist der Fall bei Metall“, sagte Marc und dozierte weiter: „Auch ein Apfelstück leitet Strom, weil Wasser darin ist, und auch eine mit Bleistift gemalte Fläche auf Papier, weil Blei auch leitet.“

„Es ist toll, wie viel Resonanz die Mini-Phänomenta bei Kindern und Eltern hervorruft“, so Schulleiterin Regina Knösel. Organisiert hatte das Experimentier- Spektakel die Lehrerin Petra Schmidt-Rus. Sie hatte ein Wochenendseminar an der Uni Flensburg besucht und mit Kollegen anderer Schulen Objekte gebaut. Die Teilnahme war Voraussetzung, dass die Phänomenta an die Schule kommen konnte. „Eine Hilfe ist der große Finanzierungsanteil von Nordmetall, um Kinder für Handwerksberufe oder Ingenieursstudium zu begeistern“, so Schmidt-Rus.

Die Lehrerin sammelte am Ende der Veranstaltung Zettel von Schülern ein, auf die die Kinder geschrieben hatten, was sie alles an den jeweiligen Objekten herausgefunden hatten. „Wir würden gerne einzelne Objekte mit Eltern nachbauen und bräuchten auch Sponsoren für Materialien“, wünscht sich Schmidt-Rus. Interessierte melden sich unter der Rufnummer 04123-2587.

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