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Barmstedter Zeitung

11. Dezember 2017 | 03:39 Uhr

Schüler im Einsatz für die Natur

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Projekt Pflanzaktion des Nabu Elmshorn an der Krückau in Bokholt-Hanredder / 600 Bäume in die Erde gebracht

Im vergangenen Jahr erfüllte sich der Wunsch des Elmshorner Nabu-Vorsitzenden Helmut Dürnberg nach „angenehmem Wetter“ bei der damals sechsten Pflanzaktion nicht. Ganz im Gegenteil: Es schüttete wie aus Kübeln, so dass ein vorzeitiger Abbruch unvermeidlich war. Die siebte Pflanzaktion der Umweltschutzorganisation gemeinsam mit ihren Partnerschulen, dem Elsa-Brandström-Gymnasium (EBS) und der Gartenbaufachschule der Kreisberufsschule Elmshorn, stand in dieser Woche hingegen im Zeichen des zunehmend frühlingshaft-milden und vor allem trockenen Wetters. Das kam allen Teilnehmern – den etwa 100 Schülern der neunten Klassen und den 20 Junggärtnern – entgegen. Sie erschienen bereits in den frühen Morgenstunden auf der verbandseigenen Fläche an der Krückau in Bokholt-Hanredder, um dort im Sinne des Umweltschutzes vor allem mit dem Spaten zu wirken. Gepflanzt wurden insgesamt etwa 600 Bäume – und zwar Flatterulme, Eberesche, Erle und Hainbuche. Außerdem Sträucher wie Wildrose und Weißdorn.

„Ziel der Aktion ist, die Auwälder entlang der Krückau wieder anzupflanzen und heimisch werden zu lassen“, erklärte Dürnberg im Gespräch. „Damit korrigieren wir auch ein wenig die Schäden, die unsere Vorfahren angerichtet haben.“ Die beiden Randstreifen links und rechts der Krückau sollen in einer Breite von zehn Metern aus der intensiven Nutzung herausgenommen werden. Das entspreche auch den Vorstellungen der Landesregierung. Doch der Nabu-Chef hat Fernziele, die weit darüber hinausreichen. So möchte er diese zunächst auf die Randstreifen beschränkte Maßnahme auf das gesamte Autal von Barmstedt bis Elmshorn ausweiten und durch eine moderne, extensive und somit umweltschonende Nutzung ersetzen. Doch bevor dieses Fernziel realisiert werden kann, müssten Flächen erworben und viele behördliche Hürden überwunden werden.

Auenwälder bedeckten früher große Teile der Flusstäler in Elmshorn; in ganz Europa gehörten sie zu den ökologisch wertvollsten Lebensräumen. Die Kultivierung der Landschaften verdrängte jedoch allmählich die Artenvielfalt, die nun an den Fluss zurückkehren soll. Die Krückau selbst hat Dürnberg auch im Blick. „Sie ist einst begradigt worden und fließt deshalb sehr schnell. Dabei reißt sie viel Sand mit, der sich überall ablagert – bis hin zum Elmshorner Hafen“, berichtet er. Er würde der Krückau gern ihren alten Verlauf zurückgeben.

Die Pflanzaktion hat den Schülern großen Spaß gemacht. Für sie war es ein besonderes Erlebnis, draußen an der frischen Luft zu arbeiten und einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. „Es war schön, aber auch anstrengend. Der Boden war doch recht hart“, sagte ein Schüler. „Aber ich beteilige mich gern an einer solchen Aktion.“ Auch für die Junggärtner stellte das Projekt eine besondere Herausforderung dar, weil sie die Schüler informieren und anleiten mussten.


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