Schüler bereiten sich auf Prüfung vor

Die künftigen Pflegeassistenten bereiteten sich in dieser Woche auf ihre Prüfung vor. Mit dabei: Sebastian Jarmers (vorne, rechts) und Chantal Schlieker (vorne, Fünfte von rechts).
Die künftigen Pflegeassistenten bereiteten sich in dieser Woche auf ihre Prüfung vor. Mit dabei: Sebastian Jarmers (vorne, rechts) und Chantal Schlieker (vorne, Fünfte von rechts).

Angehende Pflegeassistenten werden am Montag in Barmstedt geprüft

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03. Juni 2019, 16:00 Uhr

Barmstedt | 14 künftige Pflegeassistenten haben in dieser Woche das Seniorenheims Barmstedt/Rantzau und seine Bewohner kennengelernt. Die Schüler der Berufsschule Elmshorn holten sich dort den letzten Schliff für den praktischen Teil ihrer Abschlussprüfung, die sie dort nach drei Jahren Schule am Montag ablegen werden. Die angehenden Fachkräfte werden in grundpflegerischen Tätigkeiten geprüft, zuvor sollen sie für Bewohner, die sie mit betreut haben, eine Pflegeplanung erstellen.

Sebastian Jarmers (31) aus Pinneberg, einer von zwei männlichen Schülern, hat bereits eine Lehre zum Elektriker gemacht. „Der Beruf hat mich nicht erfüllt, deshalb habe ich umgesattelt, um etwas mit Menschen zu machen“, berichtet er und weiter: „Jetzt habe ich ein gutes Gefühl.“ In der Ausbildung zum Pflegeassistenten lernte er alles über Hauswirtschaft, Hygiene, Gesundheit, Grundpflege und erwarb den Betreuerschein. Auch wie man mit den verschiedenen Defiziten und Behinderungen umgehe, lernten die Schüler. „Wir haben viele Praktika in verschiedenen Einrichtungen gemacht, ich etwa in einem Behindertenheim und einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung.“ Zudem betreut Jarmes an den Wochenende einen Mann mit körperlichen Einschränkungen. Als Ausgleich macht der 31-Jährige viel Sport. Er schwimmt und fährt Rad. Zudem hat er weitere Pläne für die Zukunft: „Ich möchte mich noch fortbilden.“ Jarmes wird die Schule weiter bis zum Erlangen der Hochschulreife besuchen.

Das will auch Chantal Schlieker (19) aus Rellingen. Ursprünglich wollte sie Einzelhandelskauffrau werden, entschied sich aber dann für den Pflegebereich, was sie nicht bereue. Und Erfahrung brachte sie bereits mit. „Verwandte von mir üben ähnliche Berufe aus, und wir haben unsere Oma bis zum Tod gepflegt“, sagte sie. Sie selbst habe eine körperliche Einschränkung und deshalb einen anderen Blick auf Menschen, die ebenfalls beeinträchtigt sind. „Ich erfahre Unterstützung und Verständnis von allen Seiten“, so Schlieker. Die Rellingerin möchte nach der weiteren Ausbildung im ambulanten Dienst arbeiten. „Dort machte ich auch ein Praktikum“, sagte sie. In ihrer Freizeit tanze sie gern und gehe in der Natur spazieren.

Berufsschullehrer Stefan Buhr ist der Klassenlehrer und unterrichtet die Gruppe in den Fächern Pflege und Gesundheit. „Angefangen haben in der Klasse 32 Schüler, aber der große Absprung in diesen Bildungsgängen ist normal“, sagte er. 14 Schüler zum Abschluss zu bringen, sei „schon toll. Die Schüler sammeln in den insgesamt 40 Wochen Praktika viele Erfahrungen, so auch den Umgang mit den Bewohnern der jeweiligen Einrichtungen.“ Die praktische Prüfung finde zum ersten Mal im Barmstedter Seniorenheim statt. „Es gefällt uns hier. Es ist freundlich und hell, eine schöne Idee sind die Wohngemeinschaften“, sagte Buhr. „Wir haben schon länger Kontakt mit der Berufsschule, viele Schüler haben bei uns bereits ein Praktikum gemacht“, ergänzte Pflegedienstleiterin Diane Ahrens. Die Woche mit den Schülern sei für alle eine Bereicherung gewesen. Das Heim bietet vier Ausbildungsplätze für Altenpfleger an, von denen alle besetzt sind.

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