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Elmshorn/Barmstedt : Schnelles Internet ist nicht verfügbar

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Breitband-Umfrage: Viele Bürger in den Ämtern Rantzau und Elmshorn-Land sind mit ihrer Internet-Verbindung nicht zufrieden.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Elmshorn/Barmstedt | Die Zahlen sind eindeutig: Viele Bürger in den Ämtern Elmshorn-Land und Rantzau sind mit der Geschwindigkeit ihrer Internet-Verbindung nicht zufrieden. 1021 Haushalte und 286 Gewerbebetriebe hatten laut Arne Zentner, Hauptamtsleiter des Amts Rantzau, vor Kurzem an der Bedarfs-Umfrage zum Thema Breitband teilgenommen. 68 Prozent davon gaben an, dass der von ihnen gewünschte Anschluss derzeit nicht verfügbar ist. Auf politischer Ebene ist das Thema daher weiter vorangetrieben worden. Am Montagabend empfahl der Finanzausschuss des Amts Rantzau, die finanziellen Mittel für die Ausschreibung und Beauftragung der Glasfaser-Planung bereitzustellen. Der Amtsausschuss wird am 24. November darüber entscheiden.

Mehr als 9600 Bögen hatte die Verwaltung im September verschickt, um den Bedarf an schnellem Internet in beiden Ämtern zu ermitteln (diese Zeitung berichtete). Die Rückläufer-Quote lag laut Zentner bei ungefähr zehn Prozent. „Das halte ich für eine sehr gute Quote“, so der Hauptamtsleiter. Und weiter: „Wir sehen den Bedarf für den Breitbandausbau bestätigt.“ Die Rückläufer-Quote sei dabei von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich hoch ausgefallen. Aus Hemdingen seien zum Beispiel bei 650 Haushalten 200 Antworten gekommen, aus Heede seien bei 300 Haushalten lediglich 27 Bögen zurückgeschickt worden.

Auch die Ergebnisse der Markterkundung liegen mittlerweile vor. Die Ingenieursgesellschaft Marxen & Schmöckel hat dabei festgestellt, dass es kein Unternehmen gibt, das in den nächsten drei Jahren ohne finanzielle Beihilfe Breitbandnetze in der Region errichten, ausbauen und betreiben will. „Das Eingreifen der öffentlichen Hand in den Breitbandausbau (...) ist damit formell gegeben“, schreibt Geschäftsführer Jan Schmöckel in seinem Bericht.

Im nächsten Schritt soll laut Zentner die Glasfaserplanung erfolgen. Sie soll Aufschluss über die tatsächlichen Anschluss-Kosten für die 17 Gemeinden geben und dient als Vorbereitung für die Ausschreibung. Die Kosten liegen bei 71 400 Euro, davon könnten 45.000 Euro gefördert werden. Der Eigenanteil von 26.400 Euro soll entsprechend der Einwohnerzahlen auf die Ämter aufgeteilt werden.

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