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Porträt : Schnelle Hilfe für Menschen in Not

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Hörnerkirchens und Osterhorns neuer Wehrführer Joachim Hensel berichtet über seine verantwortungsvolle Aufgabe.

Brande-Hörnerkirchen | Menschen zu helfen: Dieser Aufgabe hat sich Joachim Hensel voll und ganz verschrieben. Seit wenigen Wochen ist er der neue Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Brande-Hörnerkirchen/Osterhorn. Er wurde während der Jahreshauptversammlung einstimmig als Nachfolger von Dieter Dräger in das verantwortungsvolle Amt gewählt (wir berichteten).

„Die ehrenamtliche Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr macht mir einfach Spaß“, sagt Hensel über sich selbst. „Ausschlaggebend aber für mich ist, dass ich Menschen konkret helfen kann.“ Und das hat er auch in unzähligen Einsätzen getan – Einsätze, die ihn und seine Kameraden häufig bis an die Grenze der Belastbarkeit brachten. Der Anblick von Schwerverletzten oder Toten beispielsweise bei einem Verkehrsunfall sei immer belastend, so Hensel. Doch müsse man das als Feuerwehrmann verarbeiten können. Am besten sei es, wenn man darüber spreche.

Eines der einprägendsten Erlebnisse für ihn als Feuerwehrmann sei der erste Großbrand gewesen, an dessen Bekämpfung er aktiv beteiligt war – und zwar als Atemschutzgeräteträger. „Ein landwirtschaftlicher Betrieb in Bokelsess stand in Flammen“, berichtet der Hörnerkirchener. „Wir haben immerhin das Wohnhaus retten können.“ Er selbst sei als Atemschutzträger mit auf dem Heuboden gewesen. Nur wer das selbst einmal miterlebt habe, wisse, was es bedeute.

In Bullenkuhlen fing alles an

Hensel, im Krankenhaus Elmshorn geboren und in Bullenkuhlen aufgewachsen, hat nach dem Besuch der Schule in Barmstedt den Beruf des Zimmerers ergriffen. Ein Praktikum, das er zuvor absolvierte, habe ihn „auf den Geschmack“ gebracht. Nachdem er acht Jahre lang als Geselle gearbeitet hatte, machte er sich in Hörnerkirchen selbstständig, wo er einen Zimmereibetrieb führt. Erste Erfahrungen als Brandbekämpfer machte er bei der Feuerwehr Bullenkuhlen. Seit 1991 gehört er der Hörnerkirchener Wehr an. Dort durchlief er verschiedene Stationen, bis er jüngst zum Wehrführer gewählt wurde.

Hensel ist verheiratet und hat zwei Töchter. Wenn er einmal Abstand von der Feuerwehr gewinnen und sich erholen möchte, fährt er gern in das Nachbarland Dänemark.

Hensel ist der Nachfolger von Dieter Dräger, der das Amt des Wehrführers vor Kurzem aus gesundheitlichen Gründen in andere Hände gegeben hatte. „Ich bleibe der Wehr aber weiterhin erhalten“, so Dräger. Eingetreten in die Feuerwehr war er vor mehr als 30 Jahren – „weil es in einem Dorf wie Hörnerkirchen einfach dazu gehört“. Angefangen habe er als normaler Feuerwehrmann und sei dann über mehrere Stationen schließlich in das Amt des Wehrführers gewählt worden.


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erstellt am 17.Feb.2017 | 14:00 Uhr

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