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Groß Offenseth-Aspern : Schlüter fordert den Kreisel

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bürgermeister Werner Schlüter erneuert sein Anliegen, doch der Landesbetrieb für Straßenbau sieht in der Kreuzung keinen Unfallschwerpunkt.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Es „rummst“ häufig an der Kreuzung der Landesstraßen 112 und 113 sowie der Kreisstraße 18, unweit des Gemeindezentrums von Groß Offenseth-Aspern. Das berichtet Bürgermeister Werner Schlüter. Daher hat der Bürgermeister jetzt seine Forderung nach einem Kreisverkehr erneuert. Doch glaubt man der amtlichen Unfallstatistik, hält sich die Zahl der Verkehrsunfälle in Grenzen. Sie weist für das Jahr 2011 vier, für 2012 sechs und für 2013 lediglich zwei Unfälle für diesen Bereich aus. Aus diesem Grund kommt für den Landesbetrieb für Straßenbau in Itzehoe derzeit ein Kreisel nicht in Frage.

„Höchstwahrscheinlich werden nur die schweren Unfälle in der Statistik vermerkt“, vermutet Schlüter. „Gefühlt sind es wesentlich mehr.“ Aber es sei nicht nur ein „Gefühl“, dass ihn an weit mehr Unfälle an der Kreuzung glauben lasse: Er hat dort schon häufiger Autowracks beziehungsweise die Reste von verunglückten Autos entdeckt, ohne dass er die Unfälle in der Statistik wiedergefunden hätte.

Schlüter, der an dieser Stelle bereits selbst Menschen aus ihren Fahrzeugwracks befreit hat, fordert bereits seit Jahren, dass an der Kreuzung ein Kreisverkehr eingerichtet wird. Doch der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr sagt „Nein“ – weil Verkehrszählungen in dem Bereich durchgeführt worden seien. Das Ergebnis: Für den Bau eines Kreisels in Groß Offenseth-Aspern sei der Verkehr zu gering. Und natürlich spielt das Argument „Geld“ eine Rolle.

„Über die Kreuzung rollt unter anderem der Schwerlastverkehr Richtung Autobahn“, sagt Schlüter. „Auch internationale Fahrzeuge, die von der Meierei in Barmstedt kommen, werden zur Entlastung der Innenstadt hierher umgeleitet. Zudem kreuzen sich hier Straßen, die als Verbindung zwischen der A 7 und A 23 dienen. Es zeichnet sich ab, dass mit dem Ausbau der A 7 ab 2014 das Verkehrsaufkommen weiter zunehmen wird. Eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern wird sich dann für diese Querverbindung entscheiden, um mögliche Staus im Raum Hamburg zu umgehen.“ Schlüter verlangt, dass sein Antrag auf Einrichtung eines Kreisels daher neu überprüft wird. Er habe die Hoffnung, dass man dann zu anderen Ergebnissen komme.

Laut Kai-Uwe Schacht, Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Itzehoe, tritt einmal jährlich eine Unfallkommission zusammen, um die Unfallstatistiken auszuwerten und möglicherweise an den Unfallschwerpunkten entsprechende Schritte einzuleiten. „In diesem Jahr tritt die Kommission voraussichtlich im März zusammen“, so Schacht. „Die Statistik für 2013 ist zwar noch nicht ausgewertet, aber wenn es bei den zwei Unfällen bleibt, gehört die erwähnte Kreuzung nicht zu den Unfallschwerpunkten.“ Oft würden aber einfache Maßnahmen wie Veränderungen an der Fahrbahnmarkierung eine gefährliche Situation entschärfen, so Schacht.

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