Schlüter bleibt an der Spitze

So sieht die neue Gemeindevertretung von Groß Offenseth-Aspern aus. Werner Schlüter (rechts) wurde vor Kurzem erneut zum Bürgermeister gewählt.
So sieht die neue Gemeindevertretung von Groß Offenseth-Aspern aus. Werner Schlüter (rechts) wurde vor Kurzem erneut zum Bürgermeister gewählt.

Seit 1994 ist Groß Offenseths Bürgermeister im Amt und wird es für weitere fünf Jahre sein / Reinhard Mohrdieck verabschiedet

shz.de von
26. Juni 2018, 16:00 Uhr

Seit 1994 ist Werner Schlüter bereits Bürgermeister von Groß Offenseth-Aspern. Fünf weitere Jahre werden nun hinzukommen. Während der konstituierenden Sitzung der neuen Gemeindevertretung wurde der Spitzenkandidat der Freien Wählergemeinschaft (FWG) vor Kurzem einstimmig bei eigener Enthaltung in seinem Ehrenamt bestätigt. Als ältestes anwesendes Gemeinderatsmitglied nahm ihm Franko Kühl den Amtseid ab. Auch Schlüters Stellvertreter wurden unisono gewählt. Dem Bürgermeister zur Seite stehen werden zukünftig Nicole Mandler und Franko Kühl (beide FWG).

Schon im Vorfeld der Sitzung war absehbar, dass es keine personellen Überraschungen geben wird. Grund: Die CDU, die 2013 etwa ein Viertel der abgegebenen Stimmen geholt hatte, war im Mai nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten. Die neun Vertreter, die in den Gemeinderat gewählt wurden, gehören allesamt der Freien Wählergemeinschaft Groß Offenseth-Aspern an. „Eigentlich ist es schade, dass wir nun die einzigen sind“, sagte Bürgermeister Werner Schlüter schon vor der Wahl angesichts des fehlenden politischen Wettbewerbs.

Kein Wunder also, dass die 24 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil der Sitzung bereits nach knapp 40 Minuten abgehandelt waren. Auch über die Ausschüsse und deren Vorsitzenden hatte sich die Wählergemeinschaft schon im Vorwege abgestimmt. Eine Neuerung gab es dabei allerdings doch zu vermelden. Zukünftig wird es in Groß Offenseth-Aspern nur noch zwei statt wie bislang vier Ausschüsse geben. Neben dem Finanzausschuss, dem Kühl vorsteht, wird dies der Bau- und Planungsausschuss mit Schlüter an der Spitze sein.

„Heute erleben wir die große Wende“, hatte der Bürgermeister gleich zu Beginn der Sitzung gescherzt – und gleich darauf aufgelöst, worauf er anspielte: Gemeint war die Sonnenwende, die mit dem Tagungsabend zusammen fiel. Schlüter geht nun schon in sein 25. Jahr als Bürgermeister. Er bedankte sich für das ihm mit dem Bürgervotum entgegengebrachte Vertrauen, betonte aber auch, dass es irgendwann mal Zeit für einen jüngeren Nachfolger sei. „Aber es will ja keiner“, so Schlüter.

Verabschiedet wurden während der konstituierenden Sitzung die ausgeschiedenen Gemeindevertreter, darunter auch Reinhard Mohrdieck, der bisherige erste stellvertretende Bürgermeister. „Du bist von Anfang an mein Weggefährte gewesen“, blickte Schlüter auf eine lange gemeinsame Zeit im Gemeinderat zurück.

Die Wählergemeinschaft möchte sich in der kommenden Legislaturperiode unter anderem für die Erneuerung der Radwege an den Landesstraßen einsetzen. Im Bereich der Kinderbetreuung will man zusammen mit der Gemeinde Lutzhorn am Thema Hortplätze arbeiten. Am Tannenhof soll zudem Gewerbe angesiedelt werden, dort laufen die Erschließungsarbeiten. Zu den wichtigsten Themen zählt auch der Breitbandausbau.

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