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Groß Offenseth : Schlechte Straßen als Ärgernis

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Auch Groß Offenseth wünscht sich eine Sanierung der Landstraße 112.

Groß Offenseth | Ein gewaltiger Sanierungsstau, fehlendes Geld und zu wenig Straßenplaner. Das Bild vom schleswig-holsteinischen Landesstraßennetz, das die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure vor Kurzem in einer Stellungnahme für den Verkehrsausschuss im Landtag zeichnete, ist desaströs. Das lässt sich vielerorts auch in der Region Barmstedt erkennen. So hatte sich Anfang Oktober bereits die CDU Hörnerkirchen für eine Sanierung der Landesstraße 112 (L112) stark gemacht, in der vergangenen Woche beschloss der Amtsausschuss eine entsprechende Resolution. Auch in Groß Offenseth-Aspern unterstützt man die Sanierungs-Forderung aus Hörnerkirchen: „Ich kann mich dem nur anschließen“, sagte Bürgermeister Werner Schlüter auf Anfrage dieser Zeitung.

Der Amtsausschuss Hörnerkirchen fordert mit der Resolution die Landesregierung auf, Mittel zur Sanierung der L112 von Hörnerkirchen bis Groß Offenseth-Aspern sowie der L114 zwischen Wrist und Westerhorn bereitzustellen. „In Richtung Barmstedt geht es noch, aber die L112 in Richtung Hörnerkirchen ist grottenschlecht,“, so Schlüter. Der Bürgermeister bringt auch noch eine weitere Straße ins Spiel: die L113 in Richtung Autobahn. „Die Straße ist dieses Jahr ausgebessert worden, statt der Löcher gibt es aber jetzt kleine Hubbel“, berichtete Schlüter. Bei Anfragen zu größeren Sanierungen laute die Auskunft meistens: kein Geld. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so Schlüter. In der Regel erhalte man aber keine verbindliche Antwort darauf, wann oder ob etwas passieren soll.

Auch der Radweg entlang der L112 sein „ein Ärgernis“, so Schlüter. „Alle paar Meter gehen Risse quer durch die Fahrbahn und dort liegen keine Wurzeln“, erläuterte der Bürgermeister. Radfahrer würden regelmäßig heftige Stöße abbekommen, wenn sie über einen dieser Risse fahren. „Viele sagen schon, sie fahren lieber auf der Straße.“ Aber der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr könne auch nur die Mittel investieren, die er zur Verfügung gestellt bekomme.

Hinzu kommt laut Schlüter noch der Kreisel an der Kreuzung in Groß Offenseth-Aspern (K18/L112), „den man gern haben würde“. Schon zweimal habe das Thema beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr auf der Tagesordnung gestanden. Die Aussage: Es gebe nicht genug Verkehr und keine Unfälle. „Man kann nur immer wieder dran erinnern“, so Schlüter.

Ohne Kurswechsel bleibt von 3600 Kilometern Landesstraßen in Schleswig-Holstein nur noch ein „Rumpfnetz“, fürchtet die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure.  Um den aktuellen – schlechten – Zustand der Straßen zu halten, wären jährlich 36 Millionen Euro nötig. Zur Verfügung hat der Verkehrsminister nur 25 Millionen Euro. Zudem fehlen laut Rechnungshof baureife Projekte und die wenigen Planer kommen mit den Ausschreibungen nicht hinterher.
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erstellt am 18.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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