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Barmstedt : Schicksale, die jeden treffen können

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Saturn-Kino zeigt drei Produktionen der Filmreihe „Psychiatrie im Film“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Start ist am Dienstag.

Mit äußerst bemerkenswerten Dokumentarfilmen konnte sich die Regisseurin Andrea Rothenburg in der deutschen Kinolandschaft der Gegenwart bereits einen beachtlichen Namen machen. Drei ihrer Arbeiten, die im Rahmen der Reihe „Psychatrie im Film“ entstanden, werden im Laufe des Monats Oktober im Barmstedter Saturn-Kino gezeigt.

Zum ersten Termin am Dienstag, 22.Oktober, bei dem ihr jüngster Film „Trink nich’, halt mich, lieb mich!“ über Claudia und Andreas Tesch auf der Leinwand erscheint, wird im Barmstedter Lichtspielhaus außerdem zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, bei der neben der Regisseurin auch die beiden Protagonisten des Films für Fragen seitens der Zuschauer zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus werden zu der Diskussionsrunde die Geschäftsführerin des Ahornhofs Groß Offenseth-Aspern, Angelika Fischer-Dörffler, der leitende Chefarzt des Psychiatrischen Zentrums Rickling, Hans-Joachim Schwarz, und Petra Thomsen, ebenfalls Protagnonistin sowie Assistentin von Andrea Rothenburg erwartet. Doch zuvor geht es rund 73 Minuten lang um das ergreifende Schicksal von Claudia und Andreas Tesch, das in dem Dokumentarfilm hautnah geschildert wird.

Zum Inhalt: Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Claudia und Andreas leben gemeinsam in einem sozialtherapeutischen Wohnheim für Eingliederung. Claudia nahm Drogen und trank. Andreas ist Alkoholiker, hatte mit Aggressionen zu kämpfen und verbrachte viele Jahre in psychiatrischen Einrichtungen. Ihm wurden Persönlichkeitsstörungen und Depressionen diagnostiziert. Claudia hörte Stimmen. Psychische Probleme dominierten ihr Leben. Als sie sich lieben lernten, entschieden sie sich, dem Alkohol den Rücken zuzudrehen und der Liebe Raum zu geben. Die verwitwete Freundin Birgit unterstützt die Brautleute bei ihrem neuen Lebensplan…

Die Autorin und Regisseurin Andrea Rothenburg wurde 1973 in Berlin geboren. Ihre Theaterarbeit begann sie 1990 am „Pacofs Theatre“ in Bloemfontein, Südafrika als „Assistant Stage Manager“. Sie arbeitete unter anderem als Regieassistentin und Regisseurin in Hamburg und Berlin. Besonders prägend war für sie die Arbeit als Regieassistentin unter der Leitung von Friedrich Schütter am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Als Filmemacherin absolvierte sie die Kaskeline-Filmakademie in Berlin und schloss auch eine Drehbuchausbildung in der Hauptstadt ab.

Rothenburg produziert Beiträge, Dokumentarfilme und Features. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit liegt dabei im Bereich Psychiatrie. Beginn der Vorstellung am Dienstag ist um 19.30 Uhr, der Kartenvorverkauf läuft. Die Filme „Alfred & Co – Kunst, Psychiatrie, Das Leben und der Tod“ und „Tiefdruckgebiete“ über Petra Thomsen laufen am Donnerstag, 24. Oktober, und Dienstag, 29. Oktober. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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