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Barmstedter Zeitung

17. August 2017 | 16:02 Uhr

Rund um die Düsterlohe wird gebaut

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wohngebiete Auf drei ehemaligen Baumschulflächen sollen Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Wohnungen entstehen

Der Barmstedter Bauausschuss hat am Donnerstag den Startschuss für drei Neubaugebiete im Nordwesten der Stadt gegeben: Die Politiker stimmten mehrheitlich dafür, auf den früheren Baumschulflächen östlich und nördliche der Düsterlohe sowie auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Drath südlich der Großen Gärtnerstraße Wohnbebauung zu entwickeln. Es würden Einfamilien- und Reihenhäuser und „sicher auch Geschoss- und Mietwohnungen“ entstehen, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann gestern. Genaueres werde sich aber erst im Laufe des Verfahrens zeigen. „Wir stehen ja erst ganz am Anfang.“ Als nächstes müssen die Stadtvertreter am 12. Juli die drei Aufstellungsbeschlüsse bestätigen, bevor dann in weiteren Schritten auch die Öffentlichkeit beteiligt werden soll.

Die Ausweisung neuer Baugebiete sei dringend nötig, sagte der Ausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). Wie groß der Bedarf sei, zeige sich unter anderem an der Nachfrage für das Neubaugebiet am Nappenhorn: Für die acht Grundstücke gebe es etwa 80 Bewerber. Barmstedt sei als Wohnort auch deshalb interessant, „weil wir gut angebunden sind, alles vor Ort haben und die Grundstückspreise trotzdem nur halb so hoch sind wie in Quickborn oder Rellingen“. In Anbetracht der Größe der Neubaugebiete – insgesamt knapp sechs Hektar – müsse die Stadt dringend über den Bau einer neuen Kita nachdenken, sagte Helmut Welk (BALL). Schmidt ergänzte, dass vor allem die Nachfrage nach Krippenplätzen steige. „Wir sind jetzt bei 37 Prozent Versorgungsgrad, aber die Entwicklung geht weiter. Immer mehr Mütter wollen früh in den Beruf zurück, das müssen wir im Auge haben und Betreuungsplätze schaffen.“

Grundsätzlich waren sich Vertreter aller Fraktionen darüber einig, dass es sinnvoller sei, innerstädtische Flächen zu bebauen als „auf die grüne Wiese zu gehen“, wie Ernst-Reimer Sass (CDU) erklärte. Die Grünen votierten dennoch gegen alle drei Vorhaben: Sie widersprächen dem Grundsatzbeschluss aus 2011, wonach zunächst die Stadt Eigentümerin von Neubauflächen werden sollte. „Wir sollten da eine Ausnahme machen“, sagte Annette Bremer-Wilms (SPD). Zumal der Beschluss „eh nicht den gewünschten Erfolg bringt“, wie Günter Thiel (BALL) feststellte.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Erneuerung des Zauns rund um die Sportanlage Düsterlohe. Die BALL hatte beantragt, den gesamten Zaun zu erneuern und damit den Beschluss des vorigen Bauausschusses aufzuheben, der wegen einer möglichen Lärmschutzwand nur eine Teilerneuerung vorsah. Da der Lärmschutz aber nicht direkt am Sportplatz entstehen soll (siehe Info-Kasten), entfalle dieser Grund, so die Politiker. An den Gesamtkosten in Höhe von 26  100 Euro werde sich der SSV Rantzau – der die Plätze nutzt – zu einem Drittel beteiligen, sagte Günter Thiel (BALL). „Außerdem übernehmen sie den Abbau des alten Zauns.“ Der Beschluss fiel einstimmig.

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erstellt am 25.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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