zur Navigation springen

Gewerbe in Barmstedt : Rückenwind aus Berlin

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bundespolitiker Ernst Dieter Rossmann (SPD) will Barmstedt im Kampf um ein Gewerbegebiet an der K18 unterstützen.

Barmstedt | Zu wenig Gewerbegebiete, zu wenig Wohnraum für sozial Schwache, zu hohe Schulden: Bei seinem jährlichen Besuch in der Barmstedter Stadtverwaltung hat sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann angehört, wo der Schuh drückt. In der großen Runde mit Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos), Fachamtsleitern und Barmstedter Politikern wurde unter anderem der Wunsch nach einem neuen Gewerbegebiet an der K18 bei Lutzhorn angesprochen, das bislang von Kreis und Land abgeschmettert wurde.

Rossmann signalisierte Zustimmung für das Vorhaben und kündigte an, Kontakte zu Landespolitikern aufzunehmen. Der Stadt riet er, nicht locker zu lassen. „Stellen Sie eine gute Delegation zusammen und tragen Sie in Kreis und Land schlüssige Argumente vor“, sagte er.

Döpke beklagte fehlende Flächen für Wohnraum. „Wir benötigen neue Gebiete“, sagte sie. Aus der Runde wurde ergänzt, dass Baugebiete für den sozialen Wohnungsbau gebraucht würden, sich aber auch Wohlhabende in Barmstedt niederlassen können sollten. Der zum Teil an der Königsberger Straße geplante soziale Wohnungsbau werde erst 2020 beginnen – benötigt werde dieser Wohnraum aber jetzt. „Barmstedt ist mit dem Bau von Krippen, Kindergärten und Schulen in große Vorleistungen getreten“, sagte Rossmann. Diese Maßnahmen zögen jedoch die Bereitstellung von Wohnraum und Arbeitsplätzen für die erwünschten Zuzügler nach sich.

Ein weiterer Punkt, um die städtischen Finanzen zu verbessern, wäre eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Rantzau, erklärten die Barmstedter. „Führen Sie die Gespräche fort“, riet Rossmann. Die Gemeinden sollten ihre Eigentständigkeit behalten, in der Organisation könne man aber neue Wege einschlagen. Wichtig sei auch, dass der Bund die Länder und Kommunen in Bezug auf die Flüchtlinge entlaste, so Rossmann weiter. Das sei eine klassische gesamtstaatliche Aufgabe, da müsse erheblich nachgebessert werden. „Die Kommunen legen sich ins Zeug, die Ehrenamtler leisten tolle Arbeit“, sagte Rossmann. Dass Barmstedt eine Stelle zur Betreuung von Flüchtlingen schaffen wolle, sei lobenswert.

Schließlich wurde auch die prekäre finanzielle Situation des Seniorenheims Barmstedt/Rantzau angesprochen. „Es ist das letzte kommunale Heim im Kreis“, sagte Rossmann. Um das Defizit senken zu können, solle die Stadt die kommunalen Spitzenverbände ins Boot holen, riet er.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen