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Bokholt-Hanredder : Rote Zahlen und neue Pächter

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Sitzung des Finanzausschusses Bokholt-Hanredder im Amt Rantzau.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2015 | 12:24 Uhr

Die Kasse der Gemeinde Bokholt-Hanredder befindet sich weiterhin in einer Schieflage. Dies wurde deutlich während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses im Sitzungszimmer des Amtes Rantzau, als das Gremium sich mit dem Jahresabschluss 2014 befasste, der einen Fehlbetrag in Höhe von 78  896,51 Euro aufweist.

Doch zu Beginn der Zusammenkunft gab es erfreute Gesichter. Der Grund: Die Ausschussvorsitzende Katrin Weihrauch-Lenz teilte mit, dass das Restaurant im „Bürgerhaus“, das seit dem 1.  Februar, geschlossen war, neue Pächter hat: Bernd Piekielny und Monika Bolek aus Alveslohe. Am gestrigen Maifeiertag kam es dort bereits zur offiziellen Wiedereröffnung.

Weitere Themen, mit denen sich der Finanzausschuss befasste, betrafen die Änderung des Nutzungsvertrages zwischen der Gemeinde und dem Vosslocher Sportverein (VSV) und die Vereinbarung zur Finanzierung von Tagespflegeplätzen zwischen der Gemeinde Bokholt-Hanredder und dem Kreis Pinneberg. Der VSV Vossloch zahlte bisher vertragsgemäß am Jahresende pro erwachsenem Mitglied ein Euro Nutzungsgebühr für die Sportstätten – und zwar rückwirkend für die vergangenen zwölf Monate. Da aber manches Mitglied erst im Laufe des Jahres dem Verein beitritt, empfanden dies der Vorsitzende Max-Hermann Kuschert und der 2. Vorsitzende Jochen Lenz als nicht fair: Sie wünschten eine Vertragsänderung dahingehend, dass das Abrechnungsnutzungsentgelt pro Monat Mitgliedschaft erhoben wird – und erhielten dafür die Zustimmung des Gremiums.

Das Kommunalparlament hatte im Dezember vergangenen Jahres beschlossen, die Vereinbarung über die gemeinsame Finanzierung von Tagespflegeplätzen mit dem Kreis Pinneberg nicht abzuschließen. Der für 2015 geforderte Zuschuss in Höhe von 836,48 Euro sollte jedoch gezahlt werden. Dieser Betrag wurde im Februar direkt an die Familienbildungsstätte Elmshorn (FBS) überwiesen. Aufgrund der finanziellen Beteiligung der Gemeinde bestand damit ein Anspruch auf neun Betreuungsplätze. Da aber im ersten Quartal 2015 bereits zwölf Kinder aus der Gemeinde von Kindertagespflegekräften betreut wurden und noch weitere zwei hinzukommen, hätte ein finanzieller Ausgleich erfolgen müssen. Das Gremium entschied sich dafür, nun doch die ursprüngliche Vereinbarung mit dem Kreis abzuschließen und den Zuschuss in Höhe von 836,48 Euro für den Zeitraum vom 1.  Januar 2015 bis 31. Dezember 2019 zu zahlen. Die bereits erfolgte Zahlung für dieses Jahr wird verrechnet.

Eingehend geprüft hat der Finanzausschuss den Jahresabschluss 2014 und fand nichts zu beanstanden. Er empfiehlt, die über- und außerplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von 63.754,07 Euro und Auszahlungen in Höhe von 64.765,96 Euro zu genehmigen und den Jahresfehlbetrag in Höhe von 78.896,51 Euro aus der Ergebnisrücklage abzudecken. 

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