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Besuch in Barmstedt : Rossmann ist gegen eine Abfahrt in Bokholt

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Elmshorner Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) hat sich gegen den Bau einer Autobahnabfahrt in Bokholt-Hanredder ausgesprochen. Er hält eine Abfahrt im Norden für sinnvoll.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Der Elmshorner Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) hat sich gegen den Bau einer Autobahnabfahrt in Bokholt-Hanredder ausgesprochen. Für Barmstedt sei eine nördliche Abfahrt sinnvoller. Es gehe um die langfristige Entwicklung, sagte er gestern bei einem Gespräch mit Vertretern der Barmstedter Politik und Verwaltung. „Nur weil eine Brücke marode ist, wird der Bund sich nicht für zwei Abfahrten entscheiden.“ Er gehe davon aus, dass die A  20 – zumindest bis an die A  23 heran – gebaut werde, sagte Rossmann. Eine Abfahrt dort sei für Barmstedt die bessere Option.

Bald Tempo-30-Zonen

Weit weniger rasant als auf der A20 soll es bald innerhalb der Stadt zugehen: Nach einer Gesetzesänderung dürfen Kommunen vor bestimmten Einrichtungen – etwa Kitas, Altenheimen und Schulen – künftig leichter Tempo-30-Zonen ausweisen. Das betreffe in Barmstedt wegen der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) die Feldstraße im Bereich zwischen dem Nelkenweg und der August-Christen-Straße, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos). Bisher sei das wegen der Ampel nicht möglich gewesen. Vor dem Schulzentrum und der Kita am Heederbrook gelte bereits Tempo 30, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann.

Zum Thema Schulen sagte Rossmann, der Bund wolle die Digitalisierung verstärkt unterstützen. „Dafür könnte Schleswig-Holstein demnach 150 Millionen Euro zusätzlich erhalten“, so Rossmann. Pro Jahr und Schüler koste die digitale Ausstattung etwa 400 Euro. Bevor die Mittel gewährt werden, müsste allerdings jede Schule ein Gesamtkonzept erstellen. In Barmstedt war GGS-Leiter Bernd Poepping 2015 mit dem Versuch gescheitert, die Schule mit mehr digitalen Medien auszustatten. Das Konzept sei innovativ, aber die Kosten – 140.000 Euro – seien zu hoch, hatten die Politiker entschieden. Zurzeit hat die GGS für die 1000 Schüler 48 Internet-Plätze.

Stadt sucht Standort für neue Kita

Handlungsbedarf bestehe auch in Sachen Kinderbetreuung, sagte Döpke. Die Stadt plane daher „intensiv eine neue Kita“. Die wichtige Standortfrage sei allerdings noch nicht gelöst. Vor allem die Kita Heederbrook müsse entlastet werden, so Döpke. „Für die Außenstelle haben wir gerade eine befristete Betriebserlaubnis für zwei Jahre beantragt.“ Was danach sei, sei ungewiss. Der Bund müsse zusätzliche Mittel für Kitas bereitstellen, forderte Rossmann. „Der Kreis hat extra Personal aufgestockt, damit die Fördermittel schneller an die Kommunen verteilt werden.“ Finanzielle Unterstützung sei sehr willkommen, sagte Döpke – denn der Defizitausgleich, den die Stadt für die Kitas leiste, belaufe sich bereits auf 1,7 Millionen Euro. Und dieser Betrag werde wegen des steigenden Bedarfs ebenfalls steigen, prophezeite Rossmann.

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