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Grundschule Hörnerkirchen : Rektorin Harms geht in den Ruhestand

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die „Chefin“ der Grundschule Hörnerkirchen nimmt demnächst Abschied.

Am 21. Juli endet das Schuljahr und die Sommerferien beginnen. Für Ursula Harms ist es ihr letzter Tag als Rektorin an der Grundschule in Hörnerkirchen. Die 64-Jährige ist seit 2001 Chefin an „ihrer“ Schule und spricht auch nach über 45 Jahren im Schuldienst von „meinem Traumberuf“. Die gebürtige Barmstedterin ist seit 1975 mit dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Rainer Ute Harms verheiratet, lebt in Bilsen und hat drei Kinder sowie zwei Enkel. „Schon mein Vater war Lehrer, auch zwei meiner Kinder sind Lehrer“, sagt sie. Eine echte Familiendynastie also.

Im Februar 2001 löste Harms Rolf Klose als Rektor in Hörnerkirchen ab. Bis dahin war sie Lehrerin an einer Hauptschule in Quickborn. „Von 1971 bis 1974 habe ich studiert.“ Einfach war der Einstieg in den Beruf damals nicht. „An die Hand genommen hat mich niemand“, erinnert sich Harms an ihre beruflichen Anfänge. Als junge Lehrerin sei man sprichwörtlich „ins kalte Wasser geworfen worden“. In den Klassen saßen 40 Schüler. Der Ausländeranteil war hoch. Und regelmäßig habe sie nach „etwas lauteren Stunden“ von erfahreneren Kollegen zu hören bekommen: „Bei mir ist die Klasse immer ganz ruhig.“ Doch Ursula Harms ist ein positiver Mensch und niemand, der sich leicht entmutigen lässt.

Von Quickborn ging sie nach Tornesch, wo sie als kommissarische Schulleiterin arbeitete. „Das habe ich ein halbes Jahr lang gemacht, und die Arbeit hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich dann auf die Rektorenstelle in Hörnerkirchen beworben habe.“ So landete sie 2001 im Norden des Kreises Pinneberg. Ein Schritt, den sie nie bereut hat. Und das, obwohl aus der ehemaligen Grund- und Hauptschule, die Harms einst übernahm, längst eine reine Grundschule geworden ist. „Die Arbeit hier ist wahnsinnig wichtig“, betont sie. Die Basisarbeit an der Grundschule würde die Kinder dauerhaft prägen.

Auch auf den Werdegang „ihrer“ Schule ist die 64-Jährige stolz. „Wir haben sie ständig weiterentwickelt und auf einen richtig guten Stand gebracht.“ Ihr Dank geht an die Eltern und das „tolle Kollegium“, das sich immer mit eingebracht habe. Sei es nun bei der jahrgangsübergreifenden Eingangsphase, die es in Höki schon seit über einem Jahrzehnt gibt, beim Gestalten der Lese-Insel, oder der Einführung der 60-Minuten-Stunden. Verärgert reagiert Harms einzig, wenn wieder einmal „auf die Grundschularbeit herabgeschaut wird“.

Für sie selbst beginnt Ende Juli ein neuer Lebensabschnitt. „Ich werde die Arbeit hier vermissen“, gibt sie zu. Doch dafür falle auch der ewige Termindruck weg. „Es wird ruhiger“, beschreibt sie ihre Zukunft. Endlich werde sie Zeit haben, „die Zeitung morgens wirklich gründlich zu lesen“. Außerdem wolle sie ihren heimischen Garten umgestalten und die vielen Bücher sortieren. „Ich will ganz viel lesen“, kündigt Harms an. Ihr liebstes Hobby dürfte ihr jüngstes Enkelkind werden. „Dafür habe ich schon einen festen Tag in der Woche eingeplant.“ Wie lange es noch dauert, bis der Ruhestand beginnt, bekommt sie übrigens Tag für Tag ganz anschaulich vor Augen geführt. Jeweils zwei Kinder kommen dann zu ihr ins Rektorzimmer, bewaffnet mit einem Pappschild, auf dem die Anzahl der Tage vermerkt sind, die Harms noch arbeiten muss.

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