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Barmstedter Zeitung

25. Juni 2017 | 05:51 Uhr

Reichen die Kindergarten-Plätze?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gespräche Aktuelle Prognose sieht für Sparrieshoop keinen Handlungsbedarf, aber Neubaugebiete sind nicht miteinberechnet

„Welche der Prognosen hat je gestimmt?“, fragte der Sparrieshooper Gemeindevertreter Joachim Naumann (CDU) mit Blick auf die Kindertagesstättenbedarfsprognose für 2017, die während der jüngsten Sparrieshooper Gemeinderatssitzung im Mittelpunkt stand.

Hat doch die Gemeinde in den vergangenen Jahren ihre Kindertagesstätte erheblich erweitert, die mittlerweile zu einer der größten Einrichtungen im Kreis Pinneberg zählt. Trotzdem mussten sich die Gemeindevertreter mit der Frage beschäftigen, ob die vorhandenen Krippen-, Elementar- und Ganztagesplätze künftig ausreichen werden. Grundsätzlich wird alljährlich anhand der Kita-Prognose auf Basis der Einwohnerstatistik der Bedarf an Kindergartenplätzen sowohl für Krippenkinder, als auch im Elementarbereich geschätzt. Unter anderem wird berechnet, dass 35 Prozent, alternativ 50 Prozent, aller Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatzbedarf haben.

Die aktuelle Prognose sieht für die Gemeinde keinen Handlungsbedarf. Wird ein Bedarf von 35 Prozent bei den Krippenplätzen zu Grunde gelegt, so kann dieser Bedarf anhand der vorhandenen Plätze sowie des Platzangebotes bei Tagesmüttern gedeckt werden. Bei 50 Prozent sieht dies allerdings komplett anders aus.

Unberücksichtigt bei diesen Berechnungen blieben die geplanten und teilweise schon in der Realisierung befindlichen Bauvorhaben der Gemeinde. Der Vorsitzende des Familienausschusses Aike Müller (CDU) sagte deshalb: „Die Prognosen sind weit von der Realität entfernt. Allerdings haben wir alles, was wir in Sachen Kindertagesstätten tun können bereits getan.“ Eine weitere Vergrößerung der Kindertagesstätte sei finanziell für die Gemeinde nicht zu leisten, waren sich die Gemeindevertreter einig. Müller machte noch einmal deutlich, dass die Hälfte der Kosten einer Krippe durch die Gemeinde zu finanzieren sind und fragte in die Runde: „Ist das wirklich eine Aufgabe der Gemeinde oder der Träger der Jugendpflege?“

Zusammenfassend war sich der Sparrieshooper Gemeinderat einig, dass die Elmshorner Nachbargemeinde in Sachen Kindertagesstätte gut aufgestellt sei. Der Finanz- und der Kindergartenausschuss sollen die Situation, vor allem in finanzieller Hinsicht, im Auge behalten.

Die Amtsverwaltung wurde abschließend gebeten, bei der nächsten Prognoseberechnung unbedingt die aktuelle Warteliste sowie die geplanten Neubaugebiete zu berücksichtigen.

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