Bilsen : Rasende Mäher auf matschigem Grund

Vorfreude auf spannende Duelle: Die Rennteams kamen aus dem ganzen Norden.
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Vorfreude auf spannende Duelle: Die Rennteams kamen aus dem ganzen Norden.

25 Teams sind am vergangenen Wochenende beim Rasenmäherrennen in Bilsen angetreten.

shz.de von
07. September 2015, 13:00 Uhr

Eigentlich ist die Mühlenstraße eine ruhige Straße am Bilsener Dorfrand, die sich irgendwo im Idyll der Felder verliert. Am Wochenende war es aber nichts mit der Beschaulichkeit: 25 Teams starteten dort mit ihren 32 Boliden an zwei Tagen zum sechsten Bilsener Aufsitzmäher-Rennen. Die Organisatoren vom Brande-Hörnerkirchener Team Maschin-Kaputt um Christoph Siegmund hatten im frisch abgeernteten Weizenfeld eine Piste eingerichtet, die es mit schnellen Geraden, engen Kurven und rasanten Schikanen in sich hatte. Auch wenn zum Bedauern der Rennfahrer ein kräftiger Guss hin und wieder die Piste aufweichte: „Auf trockener Piste fährt man schneller“, so Siegmund.

Trotzdem waren die Fahrer so schnell, dass man sich wunderte, wie sie auf so einem Gefährt überhaupt im Sattel blieben. Denn unter ihnen dröhnten die mit auf bis zu 50 PS aufgebohrten Motoren, die eine satte Zweitaktersinfonie über ganz Bilsen wehen ließen. Siegmund ist wie die meisten anderen durch „jugendliche Treckerschrauberei“ an sein rasantes Hobby gekommen: „Irgendwann war der Rasenmäher einfach zu langsam“, berichtete er schmunzelnd.

Natürlich zog das Spektakel um die Rennpiloten auf ihren fliegenden Mähern viele Neugierige an: Ständig mindestens 100 Zuschauer, Imbissbuden und Getränkestände brachten Volksfeststimmung in das Rennen, das am Sonnabend von einer Party gekrönt wurde. Ingo Tellermann sah mit seinen beiden Söhnen an beiden Renntagen zu. Als Quadfahrer ist er gewissermaßen Kollege und hatte großen Respekt: „Tolles Hobby, beachtliche Leistung!“

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