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Leserumfragen in Barmstedt : Radwege schneiden schlecht ab

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umfrage: Keine guten Noten für die Wege an Landes- und Kreisstraßen. Kritisiert werden vor allem die K2 und die L112.

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Vor 200 Jahren schlug die Geburtsstunde des Fahrrads. Seitdem ist das Rad eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel des Menschen geworden. In einer mehrteiligen Sommer-Serie beschäftigt sich unsere Zeitung mit dem Thema „Radfahren in der Region“. Heute im letzten Teil im Fokus: die Meinung von Radfahrern und unseren Lesern.

Auf der Homepage unserer Zeitung hatten wir in den vergangenen Tagen nach Meinungen zum Radwegzustand und zum Sicherheitsgefühl beim Radfahren gefragt. Das Ergebnis der nicht-repräsentativen Umfrage: Die Radwege an Kreis- und Landesstraße kommen besonders schlecht weg. 38,1 Prozent der Leser, die abgestimmt haben, stellten die Note mangelhaft aus. Etwa ein Drittel gab sogar eine sechs für ungenügend. Auch in punkto Wegequalität und Sicherheitsgefühl in der Stadt gab es negative Bewertungen: 48,1 Prozent der Leser, die ihre Stimme abgaben, votierten, sie würden die Situation auf den Straßen als eher unangenehm empfinden. Auch in den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen dachten offensichtlich viele Leser an marode Radwege vor allem an Landesstraßen und werteten negativ. Mehr als 330 Stimmen wurden abgegeben.

Geteilt ist die Meinung bei Radlern, wie eine kurze Umfrage unserer Zeitung in Karins Fahrradcafé in Lutzhorn zeigt. Über bestimmte Radwege in der Umgebung stöhnen die Radler, andere Strecken werden gelobt. Elisabeth Bornholdt aus Lutzhorn sitzt gemütlich mit ihrer Bekannten Cathrin Schwark an einem Tisch, sie genießen Kaffee und Kuchen. Sie fahren oft Rad. Den Zustand des Radwegs an der Kreisstraße 2 (K  2) von Lutzhorn nach Bokel bemängeln die beiden. „Der ist schlimm, da geht es hoch und runter“, sagt Bornholdt.

Schwark kann den schlechten Zustand bestätigen. „Mit dem Rennrad wird man dort aus dem Sattel katapultiert.“ Der Radweg von der Ampelkreuzung in Groß Offenseth-Aspern (K18) bis zum Kreisel in Lutzhorn – und das finden beide – sei hingegen eine sehr schöne Strecke geworden.

Anke und Uwe Horns sind aus Kaltenkirchen nach Lutzhorn geradelt. „Wir sind 18 Kilometer über Moorkaten, Heidkaten, Heidmoor sowie Spurbahnen bis nach Lutzhorn gefahren, eine schöne Tour“, so Uwe Horns. Jetzt belohnen sie sich mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte. Die beiden Rentner fahren seit fünf Jahren E-Bike. Horns rechnet nach. „Wir sind damit insgesamt 1100 Kilometer gestrampelt“, sagt er. Zweimal pro Woche fahren sie per Rad nach Hamburg. Er unternimmt zudem regelmäßig Männertouren. „Barmstedt ist immer ein schönes Ziel“, sagt er. „Wir fahren um den See herum und schauen, was die Figuren Max und Moritz an der Mühle so machen.“ Die Radwege empfinde er als okay. „Ich bin da nicht so empfindlich“, so Horns.

Café-Betreiberin Karin Semmelhaack sieht die Radwege von Bokel bis nach Ellerhoop als reine Katastrophe an. „Der Einkauf springt aus dem Fahrradkorb, und für mich, die einige Rückenoperationen hinter sich hat, ist es nicht möglich, auf solchen Wegen zu fahren“, bedauert sie. Aber auch die Radfahrer würden sich nicht immer den Verkehrsregeln entsprechend verhalten, kritisiert sie. „Ich habe vielfach beobachtet, dass Radfahrer einen Zebrastreifen in rasender Fahrt nutzen, um die Straße zu überqueren.“ Vielfach würden Radfahrer auch nicht gucken oder Richtungen anzeigen, sondern, ohne den Verkehr zu beachten, einfach drauflosjagen.

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