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Ellerhoop : Quereinsteiger aus Ellerhoop: Neue Heimat bei der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Fünf Quereinsteiger aus Ellerhoop erzählen, warum sie vor einem Jahr bei den Brandbekämpfern angeheuert haben.

Ellerhoop | 42 aktive Mitglieder hat die Freiwillige Feuerwehr Ellerhoop in ihren Reihen. Fünf von ihnen haben einen ganz besonderen Hintergrund: Sie sind vor einem Jahr als so genannte Quereinsteiger aufgenommen worden. Die Erfahrungen, die sie in diesem verhältnismäßig kurzen Zeitraum sammelten, haben sie noch enger an die Wehr gebunden, die ihnen mittlerweile eine Heimat geworden ist, berichten Vanessa und Sven Röder, Tim Bautz, Colja Golisch und Catharina Beeck.

Die Bilanz der fünf Ellerhooper nach einem Jahr Feuerwehr fällt positiv aus: Ihr Leben sei dadurch bereichert worden, sie hätten viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Erwartungen an die Kameradschaft bei der Feuerwehr seien erfüllt worden „Wir haben nicht geglaubt, dass die Feuerwehr so wichtig ist und so viele Aufgaben wahrnimmt“, berichtet das Ehepaar Röder.

Die Motivation, bei der Feuerwehr einzusteigen, war bei allen Quereinsteigern ähnlich. Vanessa Röder (40) und ihr Ehemann Sven (38), der aus einem Ort bei Dresden stammt, wollten Anschluss an die Dorfgemeinschaft finden. „Was mich betrifft, so habe ich immer mit dem Gedanken gespielt, in die Wehr einzutreten“, ergänzt Vanessa Röder. „Ich war aber skeptisch, weil ich berufstätig bin und über wenig Zeit verfüge. Schließlich habe ich es doch probiert – und es klappt.“ Weiterer ausschlaggebender Grund für das Ehepaar war, dass sie anderen Menschen helfen wollten. Zudem engagieren sich auch ihre beiden Töchter Antonia und Annabelle in der Ellerhooper Wehr.

Tim Bautz (25), verheiratet und Betriebsingenieur im Außendienst, hatte gute Erfahrungen beim Rettungsdienst gemacht und wollte sich in eine Gemeinschaft einbringen, während Catharina Beeck (20) und Colja Golisch (25) die „Opfer“ bei einer Übung der Ellerhooper Wehr gemimt hatten. Seitdem sind sie mit von der Partie.

Welche Erfahrungen haben die „Neuen“ bislang gesammelt? Was hat sie am meisten beeindruckt? Übereinstimmend stellen alle fest, dass sie sehr viel gelernt hätten. „Man bekommt viel Handwerkliches mit“, betonen Bautz und seine Kameraden. Auch die Erste-Hilfe-Lehrgänge seien sehr lehrreich gewesen. Sven Röder weist mit Blick auf die Dienstabende darauf hin, dass ihnen nicht nur Brandbekämpfung vermittelt worden sei, sondern auch vieles andere, was sie bei technischen Hilfeleistungen benötigten. „Im ersten Jahr erfolgt die Grundausbildung. Alle fünf Neuen haben diese mit dem ,Truppmann eins‘ abgeschlossen“, berichtet Wehrführer Michael Graumann ein.

Von Anfang an wurden die frisch gebackenen Feuerwehrmänner und -frauen mit zu den Einsätzen genommen, wobei sie anfangs die Aufgaben wahrnahmen, die sie auch bewältigen konnten. „Eine Straße abzusperren, kann genauso wichtig sein wie alle anderen Maßnahmen, die wir an Ort und Stelle durchführen müssen“, so Graumann. Sven Röder, Bautz und Golisch waren auch schon bei verschiedenen technischen Hilfeleistungen dabei. So streuten sie unter anderem ausgelaufenes Öl ab und beseitigten einen Baum, der während eines Sturms auf das Dach eines Hauses gefallen war.

Bei dem schweren Unfall auf der Landesstraße 195 kurz vor Weihnachten – dort waren bei Orkanböen zwei Autos frontal zusammengestoßen – unterstützten sie ihre erfahrenen Kameraden nach Kräften. „In dem Augenblick, wo es um die Rettung von Menschenleben geht, empfindet man kein Mitleid. Dann möchte man nur eines, nämlich helfen“, sagt Röder zu dem Einsatz. Und Bautz fügt hinzu: „In einer solchen Situation zeigt sich, wofür man geübt hat.“


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erstellt am 20.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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