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Klärteichanlage in Langeln : Probleme sind behoben

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach der Modernisierung gab es in Langeln Startschwierigkeiten mit der Technik. Geruchshemmendes Mittel sorgt für frische Luft.

Langeln | Die Klärteichanlage in Langeln, die von etwa 2010 bis 2014 saniert, modernisiert und erweitert worden war, funktioniert mittlerweile einwandfrei. Die Schwierigkeiten, die in der Vergangenheit auftraten und immer wieder die Gemeindevertretung beschäftigten, scheinen damit überwunden zu sein, teilte Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf mit. „Nach erfolgter Sanierung traten Probleme mit der Technik auf, die nicht wunschgemäß funktionierte“, berichtete er. „Es bedarf eben einer gewissen Zeit, bis sich alles eingespielt hat.“

Als hartnäckiger erwiesen sich die Geruchsprobleme, die mit ein Grund für die Sanierung der Klärteichanlage gewesen waren. Die Anwohner, die gehofft hatten, damit nicht mehr konfrontiert zu werden, ärgerten sich: Es habe sich nichts geändert, hieß es. Dass noch Gerüchte auftraten, stand nicht zuletzt auch in Zusammenhang mit der Grundreinigung der Anlage, deren Biologie sich erst wieder einstellen musste, so die Gemeinde. Ein geruchshemmendes Mittel, das jetzt eingegeben wird, sorgt dafür, dass die Anwohner wieder tief durchatmen können. Die Krückau, die an der Klärteichanlage vorbeifließt und das gereinigte Wasser aufnimmt, ist laut Fuhlendorf „ein gesundes, sauberes Flüsschen“.

Der Hauptgrund, die gesamte, aus den 70er-Jahren stammende Klärteichanlage zu sanieren, war, dass sie nicht mehr dem heutigen Standard entsprach: Sie sei einfach zerschlissen gewesen, berichtete der Bürgermeister. Begonnen wurde mit den Arbeiten im Jahre 2010, die offizielle Einweihung erfolgte vier Jahre später. Die alte Anlage war für eine Einwohnerzahl von knapp 400 ausgelegt, die neue – in Berücksichtigung eines langfristigen Entwicklungspotenzials – ist für 700 ausgelegt. Die gesamte Anlage besteht aus drei Teichen. Der erste Teich füllt sich mit dem Zulauf aus der Gemeinde und wird durch Rohre den biologischen Behältern zugeführt. Der zweite dient als Überlauf bei starken Regenfällen. Auch von dort läuft das Wasser in den biologischen Abbau. Dieser erfolgt in vier Stufen. Schließlich gelangt das geklärte Wasser in den dritten, den Schönungsteich und von dort in die Krückau.

Aktuell steht zudem eine Baumaßnahme an, die mit dem Hochwasser in der Weihnachtszeit 2014 in Zusammenhang steht: Damals liefen in Höhe der Dorfstraße zahlreiche Keller voll. Das vorhandene 300-Millimeter-Rohr, das unter der Straße hindurchführt, war zu klein und konnte die Wassermassen, die von der dahinter liegenden 60 Hektar großen, landwirtschaftlich genutzten Fläche kamen, nicht weiterleiten. Ein zweites, gleich großes Rohr, das unter der Straße verlegt wird, soll nun Entlastung schaffen. Mit den mittlerweile genehmigten Baumaßnahmen werde demnächst begonnen, so Fuhlendorf. Das Rohr soll dann eingespült werden.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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