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Spendenaufruf bringt 7000 Euro : Privatleute und Firmen in Bokholt-Hanredder geben Geld für ein neues Feuerwehrfahrzeug

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Rat beschließt die Anschaffung des neuen Fahrzeuges. Das teilte die Gemeinde während der jüngsten Sitzung im „Bürgerhaus“ mit.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Bokholt-Hanredder | Der Spendenaufruf für ein neues Feuerwehrauto der Gemeinde Bokholt-Hanredder hat insgesamt etwa 7000 Euro erbracht. Gespendet hätten hauptsächlich Privatleute und erst in zweiter Linie Unternehmen, hieß es. Das teilte die Gemeinde während der jüngsten Sitzung im „Bürgerhaus“ mit.

In Zeiten knapper Kassen ist die Gemeinde Bokholt-Hanredder einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Die Kommune hatte im Dezember vergangenen Jahres einen Spendenaufruf für ein neues Feuerwehrfahrzeug  gestartet. Bis Mitte Januar waren bereits etwa 5000 Euro zusammengekommen. Die Spenden sollen dazu beitragen, die finanzielle Belastung etwas zu minimieren. Laut der Finanzausschussvorsitzenden Katrin Weihrauch-Lenz sieht die Gemeindeordnung einen Spendenaufruf sogar als mögliche Einnahmeakquirierung vor.

2018 soll die Freiwillige Feuerwehr ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 10) erhalten. Die Gemeindevertretung beschloss die Anschaffung mit großer Mehrheit während der Sitzung. Das Ordnungsamt des Amts Rantzau nimmt in Absprache mit der Feuerwehr die erforderliche Ausschreibung vor, der Finanzausschuss der Gemeinde die weitere Abwicklung. Die Kosten für das HLF 10 belaufen sich auf etwa 300.000 Euro. Zuschüsse zahlt das Land Schleswig-Holstein über die Feuerschutzsteuer, deren Höhe allerdings noch nicht feststeht, wie Bürgermeister Wolfgang Mohr während der Sitzung mitteilte.

Bokholt-Hanredders Wehrführer Jörn Witt.

Bokholt-Hanredders Wehrführer Jörn Witt.

Bokholt-Hanredders Wehrführer Jörn Witt (Foto) hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass es unumgänglich sei, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Nur so könne die Leistungsfähigkeit der Wehr erhalten und damit die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden. Die drei Fahrzeuge, die aktuell zur Verfügung stünden, seien zwischen 20 und 35 Jahre alt und entsprächen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Zudem sei in Bokholt-Hanredder eine hohe Brandlast gegeben – bedingt durch das starke Verkehrsaufkommen und die Bahnlinie sowie durch den Gewerbehof, die Fachklinik und andere Einrichtungen. Außerdem wächst der Ort: In Offenau wird an der Grenze zu Elmshorn derzeit ein neues Wohngebiet geplant.

Das neue Fahrzeug, ein 15,5-Tonner, ist, wie seine Bezeichnung bereits verrät, einsetzbar für Löschhilfen und technische Hilfeleistungen. Es besitze einen Tank mit einem Fassungsvermögen von 1600 Litern Wasser sowie ein geländegängiges Allrad-Fahrgestell, so Witt.

Da das neue Fahrzeug erst 2018 geliefert wird, müssen für zwei Fahrzeuge (LF 8/6 und TSF/GW) der Wehr vorerst neue Reifen angeschafft werden, teilte der Bürgermeister zudem während der Sitzung mit. Etwa 1700 Euro werden dafür veranschlagt.

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