Einweihung : Premiere in Barmstedt: Bundesweit erstes E-Auto fürs THW

Der Ortsverband hat  das deutschlandweit erste Einsatzfahrzeug in Dienst genommen, das ein E-Mobil ist.Ortsbeauftragter Stefan Schrade (von links) sowie Marius Tonn und Adrian Ruffert vom First-Responder-Team, die das Fahrzeug fahren, stellten es offiziell vor. 

Der Ortsverband hat  das deutschlandweit erste Einsatzfahrzeug in Dienst genommen, das ein E-Mobil ist.Ortsbeauftragter Stefan Schrade (von links) sowie Marius Tonn und Adrian Ruffert vom First-Responder-Team, die das Fahrzeug fahren, stellten es offiziell vor. 

Barmstedter Ortsverband erhält das bundesweit erste Elektrofahrzeug des Technischen Hilfswerks. Neue Feldküche für 70.000 Euro.

shz.de von
02. Juni 2018, 16:08 Uhr

Das gab es in Deutschland bisher nicht: Das THW Barmstedt hat als erster Ortsverband ein E-Mobil im Einsatz. Am Freitag wurde das Fahrzeug im Beisein von Politikern sowie Vertretern der Stadt und des Kreises feierlich eingeweiht. Der etwa kleine, weiße Renault könne bis zu 150 Stundenkilometer schnell werden, sagte Adrian Ruffert, der das First-Responder-Team leitet und bereits mehrere Einsätze mit dem E-Auto gefahren ist. „Wir rücken bei lebensbedrohlichen Notfällen aus, wenn der Rettungswagen nicht verfügbar ist“, erklärte er.

Landrat Oliver Stolz (rechts), Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke sowie Michael von Abercron (Zweiter von links) und Ole Schröder (Dritter von links, beide CDU) gratulierten den THW-Vertretern Stefan Schrade (links), Adrian Ruffert (Vierter von links), Marius Tonn (Vierter von rechts) und Dirk Hansen zum neuen E-Mobil.
Uthoff (2)/Meyer
Landrat Oliver Stolz (rechts), Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke sowie Michael von Abercron (Zweiter von links) und Ole Schröder (Dritter von links, beide CDU) gratulierten den THW-Vertretern Stefan Schrade (links), Adrian Ruffert (Vierter von links), Marius Tonn (Vierter von rechts) und Dirk Hansen zum neuen E-Mobil.
 

Mit dem E-Mobil sei er bislang in Barmstedt, Heede und Hörnerkirchen gewesen. „Das schafft es problemlos.“ Die Reichweite liege bei 150 Kilometern, sagte der THW-Ortsbeauftragte Stefan Schrade. „Und unser Einsatzradius beträgt maximal 25 Kilometer.“

Stefan Gebers (von links), Nick Altenwerth und Peter Kahns vom Logistik-Team nahmen die neue Feldküche in Empfang.
Stefan Gebers (von links), Nick Altenwerth und Peter Kahns vom Logistik-Team nahmen die neue Feldküche in Empfang.
 

Zusammen mit dem Blaulicht habe das E-Mobil etwa 24.000 Euro gekostet, sagte Schrade, der den Stadtwerken für die Finanzierung der Folien und der Ladebox dankte. Der Wagen sei „ein erster Schritt des THW, um einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen“, sagte der Landesbeauftragte Dirk Hansen. Schrade ergänzte: „Wir erproben das jetzt erstmal und wollen es möglichst ausweiten. Die großen Fahrzeuge werden aber in absehbarer Zeit nicht durch E-Modelle ersetzt werden können.“

Auch der Nachwuchs verfolgte die Übergabe.
Auch der Nachwuchs verfolgte die Übergabe.
 

Außer den First Respondern konnte sich auch die Logistik-Gruppe über einen Neuerwerb freuen: Sie erhielt eine neue Feldküche. „Die alte war quasi aufgekocht“, sagte der ehemalige CDU-Staatssekretär Ole Schröder, der sich sehr für eine neue eingesetzt habe, wie Schrade sagte. In der alten Feldküche seien in acht Jahren rund 500 000 Essen zubereitet worden. Das neue, etwa 70 000 Euro teure Modell entspreche dem bisherigen, sagte Gruppenleiter Stefan Gebers – mit einem Unterschied: „Es hat ein eigenes Dach. Das ist super, denn dann müssen wir nicht immer extra ein Zelt aufbauen.“

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