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Kreis Pinneberg : Polizei erwischt mehr als 35 Rotlicht-Sünder

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Prisdorf | Fußgänger, die über Drehkreuze springen, und Radfahrer, die unter sich schließenden Schranken hindurchfahren: Diese Zeitung hat vor zwei Wochen über die Häufigkeit und Gefahren von Rotlichtverstößen an Bahnübergängen berichtet. Daraufhin gab es mehrere Zuschriften von Lesern, die ebenfalls Erschreckendes berichteten – unter anderem aus Barmstedt und Alveslohe. In den vergangenen zwei Wochen haben auch Beamte der Landes- und der Bundespolizei erneut Kontrollen am Bahnübergang Prisdorf durchgeführt. Ergebnis: In der vergangenen Woche mussten mehr als 35 Personen davon abgehalten werden, den Bahnübergang trotz Rotlichts zu überqueren, wie Bundespolizei-Sprecher Hanspeter Schwartz berichtete. Die Beamten hätten die Fußgänger daraufhin zur Rede gestellt. Diese seien sich der Gefahr offensichtlich nicht bewusst gewesen, so Schwartz. Sie hätten sich jedoch überrascht davon gezeigt, dass ein Rotlichtverstoß am Bahnübergang mit 350 Euro geahndet werden kann.

Die Beobachtungen in der vergangenen Woche seien in dieser Woche noch an Dreistigkeit überboten worden, sagte Schwartz. Zahlreiche Bußgelder seien verhängt worden. Am Dienstagmorgen seien zunächst zwölf Personen daran gehindert worden, den Bahnübergang trotz Rotlichts zu überqueren. „Teilweise mussten die Bundespolizisten sich noch rechtfertigen“, sagte Schwartz. Es sei aber noch dreister gegangen: Drei Radfahrer ignorierten die Beamten und fuhren trotz Rotlichts und sich senkender Schranken an ihnen vorbei. Ein junger Mann überquerte laut Polizei den Bahnübergang trotz Rotlichts und befand sich mitten auf dem Bahnübergang, als die Schranken sich geschlossen hatten. „Er konnte sich nur über das Drehkreuz aus dem Gefahrenbereich entfernen.“ Da er Kopfhörer trug, habe er die Beamten erst wahrgenommen, als sie ihn anhielten. Er muss ein Bußgeld von 350 Euro zahlen.

Die Bundespolizei warnt aus diesem Grund erneut: „Wenn das Rotlicht am Bahnübergang in Prisdorf leuchtet, dauert es nur wenige Sekunden, bis sich die Schranken senken. Kurze Zeit später fährt ein Zug durch“, so Schwartz. Er kündigte an, dass die Bundespolizei den Bahnübergang auch in den nächsten Tagen überwachen und konsequent einschreiten werde.

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erstellt am 27.Nov.2015 | 20:44 Uhr

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